
29. April 2013 in Deutschland
Bamberger Erzbischof Ludwig Schick: Gerechtigkeit, Klugheit, Maß und Tapferkeit leben
Bamberg (kath.net/idea) Angesichts der Steueraffäre um den Präsidenten des FC Bayern München, den Unternehmer Uli Hoeneß, hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick (Foto) Führungskräfte gemahnt, sich ohne Wenn und Aber an Recht und Gesetz zu halten. Schleichwege am Gesetz vorbei dürfen sie nicht gehen, sagte er in einem Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Führungskräfte müssten die Kardinaltugenden Gerechtigkeit, Klugheit, Maß und Tapferkeit leben: Bei all allem, was sie tun, muss das Gemeinwohl Ziel sein; dafür ist Selbstlosigkeit gefordert. Führungskräfte müssen Vorbilder sein.
Zugleich warnte Schick davor, Fehltritte beim Führungspersonal zu verallgemeinern und dadurch Pessimismus zu verbreiten: Es gibt in Deutschland unter den Politikern und Wirtschaftsleuten nicht einige wenige weiße Schafe unter den ansonsten schwarzen. Das Gegenteil sei der Fall: Die Mehrzahl ist weiß. Die schwarzen muss man benennen, und es müssen Konsequenzen gezogen werden. Die Gesellschaft müsse sich bewusst machen, nach welchen Maßstäben sie leben wolle. Schick: Ich sage nach den christlichen des Evangeliums: nach den Zehn Geboten, der Goldenen Regel Alles, was ihr von anderen erwartet, tut auch ihnen, nach dem Hauptgebot der Gottes- und der Nächstenliebe, das die Feindesliebe, Verzeihen und Neubeginn einschließt.
Foto Erzbischof Ludwig Schick: (c) Erzbistum Bamberg
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