Frankreich: Mehr Einfluss der Bischöfe auf katholische Schulen

22. April 2013 in Weltkirche


Die katholische Schulbildung in Frankreich soll in Zukunft stärker in den Bistümern angesiedelt werden. Dies hat die Französische Bischofskonferenz beschlossen


Paris (kath.net/KNA) Die katholische Schulbildung in Frankreich soll in Zukunft stärker in den Bistümern angesiedelt werden. Wie katholische Medien (Freitag) in Frankreich berichten, erhalten die Bischöfe mehr Einfluss auf die katholischen Privatschulen in ihren Bistümern. Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung in Paris hatte die Französische Bischofskonferenz am Donnerstag ein neues Statut für den katholischen Unterricht verabschiedet. Es ersetzt die Vorgaben aus dem Jahr 1992 und soll am Montag veröffentlicht werden.

Der scheidende Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, der Pariser Kardinal Andre Vingt-Trois, erklärte am Freitag, «katholische Schulen seien in erster Linie konfessionelle Schulen». Das Herz des katholischen Bildungswesens sei die Lerngemeinschaft. Die verschiedenen Akteure, vom Schulleiter bis zu den Eltern und Schülern bildeten «eine organische Gemeinschaft».

Der Bedarf an Koordinierung auf regionaler Ebene habe zugenommen, erklärte Vingt-Trois. Künftig solle es eine größere Nähe zwischen den Bischöfen und den Bildungseinrichtungen geben. So brauche es bei der Neubesetzung von Schulleiter-Stellen das Einverständnis des Bischofs. Zum neuen Vorsitzenden für den Rat für das katholische Bildungswesen wählte die Bischofsversammlung Kardinal Jean-Pierre Ricard, Erzbischof von Bordeaux.

Rund zwanzig Prozent der Schüler in Frankreich besuchen eine katholische Privatschule. Die etwa zwei Millionen Kinder und Jugendlichen werden in 8.300 Primar- und Sekundarschulen, hauptsächlich Grundschulen, unterrichtet. Überwiegend Laien oder Ordensgemeinschaften wie die Jesuiten oder Salesianer leiten den Unterricht.

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