Ein Viertel der europäischen Priesteranwärter kommt aus Polen

21. April 2013 in Weltkirche


In Polen begannen im vergangenen Herbst 664 Männer ihre Ausbildung zum Geistlichen in den Seminaren der Bistümer, dazu kommen noch die jungen Ordensangehörigen


Warschau (kath.net/KNA) Polens katholische Kirche stellt nach Angaben des nationalen Rates für die Berufung von Seelsorgern weiterhin ein Viertel der Priesteramtskandidaten in Europa. Wie der Vorsitzende des Rates, Weihbischof Marek Solarczyk, am Donnerstag mitteilte, begannen vergangenen Herbst 664 Männer ihre Ausbildung zum Geistlichen in den Seminaren der Bistümer. 2011 seien es 640 gewesen. Insgesamt bereiten die Bistümer laut Solarczyk gegenwärtig 3.091 Seminaristen auf den Priesterberuf vor. Das seien nur rund 100 weniger als 2011. Die Männerorden bilden den Angaben zufolge aktuell 1.864 Geistliche aus.

Die Zahl der Eintritte in die Priesterseminare der polnischen Bistümer ist seit 2008 fast unverändert. Im Rekordjahr 2005 nahmen allerdings noch 1.145 Männer die Ausbildung zum Priester auf. Die Zahl der Eintritte in die Noviziate der Frauenorden sank binnen zehn Jahren um mehr als die Hälfte - von 550 im Jahr 2000 auf 226 im vergangenen Jahr. Insgesamt werden Solarczyk zufolge aktuell mit 984 Ordensschwestern erstmals seit vielen Jahren weniger als 1.000 ausgebildet.

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