
16. April 2013 in Weltkirche
Präsident Barack Obama hat dem katholischen Militärgeistlichen Emil Kapaun posthum die Ehrenmedaille des Kongresses verliehen. Kapaun ist seinen Kameraden während des Koreakrieges in vorbildlicher Weise beigestanden.
Washington (kath.net/CNS/jg)
US-Präsident Barack Obama hat dem katholischen Militärgeistlichen Emil Kapaun posthum die Congressional Medal of Honor (dt. Ehrenmedaille des Kongresses) für dessen Leistungen im Koreakrieg verliehen. Die Medal of Honor ist die höchste militärische Auszeichnung der USA.
Kapaun gehörte einer Einheit an, die am 1. und 2. November 1950 von chinesischen Streitkräften angegriffen worden war. Während der Kampfhandlungen evakuierte er verwundete Soldaten unter Lebensgefahr aus der Kampfzone. Er versorgte sie medizinisch und sprach ihnen Trost zu. Obwohl seine Einheit den Angriff zunächst abwehren konnte wurde sie im weiteren Gefechtsverlauf von gegnerischen Kräften eingekreist. Die unverletzten Soldaten erhielten den Befehl, sich in Sicherheit zu bringen. Obwohl selbst unverletzt, blieb Kapaun bei den verwundeten Soldaten zurück. Er traf diese Entscheidung im Bewusstsein, dadurch in Gefangenschaft zu geraten.
Während der Gefangennahme rettete Kapaun dem verwundeten Sergeant Herbert Miller das Leben, indem er einen gegnerischen Soldaten, der Miller erschießen wollte, beiseite stieß. Miller und Kapaun wurden daraufhin gefangen genommen.
Während der sieben Monate, die Kapaun in nordkoreanischer Kriegsgefangenschaft verbrachte, unterstützte er seine Mitgefangenen auf vorbildliche Weise. Er betreute die Kranken, betete mit seinen Kameraden und spendete ihnen Trost. Er ermutigte sie, sich der dauernden kommunistischen Gehirnwäsche im Lager zu widersetzen. Nichts konnte seine Zuversicht dämpfen, berichteten Mitgefangene später.
Am 23. Mai 1951 erlag Kapaun einer Lungenentzündung, die er sich im Kriegsgefangenenlager zugezogen hatte. Der Seligsprechungsprozess für P. Kapaun wurde begonnen. Seit 1993 trägt er den Titel Diener Gottes.
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