Päpstliche Bibelkommission hält Jahresvollversammlung

4. April 2013 in Weltkirche


Glaubenspräfekt Erzbischof Müller leitet Beratungen über Inspiration und Textwahrheit


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Führende katholische Bibelwissenschaftler aus der ganzen Welt beraten von Montag an im Vatikan über aktuelle Fragen der Bibelauslegung. Im Mittelpunkt des fünftägigen Treffens soll die Frage stehen, auf welche Weise die Inspiration durch den Heiligen Geist und die Wahrheit in den einzelnen biblischen Büchern zum Ausdruck kommen, wie der Vatikan am Mittwoch mitteilte.

Geleitet wird die Vollversammlung vom Präsidenten der Kommission und Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller. Als Sekretär steht ihm P. Clemens Stock, ein deutscher Jesuit, zur Seite.

Die Päpstliche Bibelkommission wurde 1902 von Papst Leo XIII. (1878-1903) gegründet, um das Studium der Bibel in der katholischen Kirche zu fördern und Fehlinterpretationen in der zeitgenössischen Bibelforschung zu widerlegen und zu unterbinden. Paul VI. reformierte die Kommission 1971 grundlegend und beschränkte sie auf eine beratende Funktion. Ihre Aufgabe ist seither in erster Linie die Förderung der katholischen Bibelforschung sowie die Verbindung von theologischer Forschung und kirchlichem Lehramt.

Die Kommission kommt einmal im Jahr zu einer Vollversammlung zusammen. Die Ergebnisse der Beratungen werden in schriftlicher Form veröffentlicht. Sie haben keinen lehramtlichen Charakter, sind jedoch zumeist richtungsweisend für die Kirchenleitung. Präsident der Kommission ist stets der Präfekt der Glaubenskongregation.



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