Neuer koptisch-katholischer Patriarch beim Papst

24. März 2013 in Chronik


Antrittsbesuch von Ibrahim Isaac Sidrak bei Franziskus im vatikanischen Gästehaus Santa Marta.


Vatikanstadt (www.kath.net/ KAP)
Der Mitte Januar gewählte koptisch-katholische Patriarch Ibrahim Isaac Sidrak hat am Samstag seinen Antrittsbesuch beim Papst im Vatikan gemacht. Franziskus empfing ihn am Vormittag im vatikanischen Gästehaus Santa Marta in Audienz, kurz bevor er zu seinem Besuch beim emeritierten Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo aufbrach.

Sidrak war im Jänner von der Synode seiner Kirche zum Oberhaupt der rund 170.000 mit Rom unierten Kopten gewählt worden. Am 18. Januar hatte Papst Benedikt XVI. ihm die erbetene kirchliche Gemeinschaft gewährt. Am 12. März war Sidrak in der ägyptischen Hauptstadt offiziell in sein Amt eingeführt worden. Er ist Nachfolger des bisherigen koptisch-katholischen Patriarchen Kardinal Antonios Naguib (78).

Sidrak setzt sich vehement dafür ein, dass sich die Christen nicht aus Angst aus der ägyptischen Gesellschaft zurückziehen. Durch eine solche Isolation verlören sie ihre Freiheit und Offenheit, so der Patriarch. Ägypten sei ein Land, in dem Christen auch heute frei und im guten Kontakt mit Muslimen leben könnten. Allerdings kämen seit einiger Zeit Strömungen aus Saudi-Arabien und den Golfstaaten an den Nil, die den ägyptischen Islam und das Zusammenleben der Religionen veränderten.

Sidrak, am 19. August 1955 im zentralägyptischen Beni Kliker geboren, studierte Philosophie und Theologie in Kairo und Rom. 1980 wurde er zum Priester geweiht. Von 1990 bis 2001 leitete Sidrak das Kairoer Priesterseminar Maadi, bevor er 2002 zum Pfarrer der koptischen Kathedrale von Kairo und im selben Jahr zum Bischof von Minya ernannt wurde.

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