Kardinal Schönborn: Bischofsernennungen in Vorbereitung

21. März 2013 in Österreich


"Da die Letztentscheidung beim Papst liegt, könnten die Bischofsernennungen jedoch erst im Herbst erfolgen"


Wien (kath.net/KAP/red)
Die für Österreich anstehenden Bischofsernennungen sind im Vatikan in Arbeit und werden demnächst von der zuständigen Bischofskongregation behandelt werden. Das führte Kardinal Schönborn bei einem Pressegespräch am Donnerstag in Wien aus und erklärte, dass sich die nächste Kardinalsversammlung der Bischofskongregation mit Österreich befassen werde. Der Termin dafür sei noch nicht fix, "aber sicher vor Sommer". Da die Letztentscheidung beim Papst liegt, könnten die Bischofsernennungen jedoch erst im Herbst erfolgen, gab der Kardinal zu bedenken.

Derartige Entscheidungen seien auch vom jeweiligen Arbeitsstil des Papstes abhängig, führte der Wiener Erzbischof aus. So habe sich Benedikt XVI. sehr ausführlich mit den vorbereiteten Dossiers für Bischofsernennungen auseinandergesetzt. Wie das Papst Franziskus machen werde, sei noch ungewiss.

Papst spricht sehr gut Deutsch

Dass Papst Franziskus auch sehr gut Deutsch spricht, könne der Kardinal aufgrund mehrere persönlicher Begegnungen seit dem Jahr 1996 bestätigen. Auch habe der Papst gegenüber den Kardinälen die entstandene Verwirrung über die nie geschriebene Dissertation in Deutschland aufgeklärt: So habe der Jesuit Bergoglio vorgehabt, in Deutschland über eine frühe philosophische Schrift des Theologen Romano Guardini mit dem Titel "Vom Widerspruch" zu arbeiten. Nach einiger Zeit in Deutschland sei es letztlich dann doch nicht dazu gekommen.

Die Entscheidung im deutschen Sprachgebiet, den neuen Papst "Franziskus" zu nennen, bewertete der Kardinal als die "richtige deutsche Namensgebung". Nachsatz: "Franz" wäre "als Einsilber ein bisschen kurz".

Viele würden sich einen "erneuernden Einfluss" des Papstes auf den Jesuitenorden erhoffen, sagte der Kardinal angefragt auf das das Verhältnis des Papst zu den Jesuiten. Zu bedenken sei, dass die Mitglieder des Jesuitenordens durch ein eigenes Gehorsamsgelübde besonders eng an den Papst gebunden seien. Von daher sei ein wichtiger Einfluss des Papstes auf den Orden zu erwarten.

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich



© 2013 www.kath.net