Schönborn: Franziskus-Wahl brachte 'Jubelstimmung' in Sixtina

21. März 2013 in Aktuelles


Wiener Erzbischof feierte im Stephansdom Te Deum für neuen Papst


Wien (kath.net/KAP) Kardinal Christoph Schönborn hat beim feierlichen Te Deum für den neuen Papst Franziskus im Wiener Stephansdom an den "Weißen Rauch" genau eine Woche zuvor erinnert. Es habe "Jubelstimmung" in der Sixtinischen Kapelle geherrscht, als der fünfte Wahlgang die Zweidrittelmehrheit für Kardinal Jorge Mario Bergoglio erbracht habe, so der Wiener Erzbischof am Mittwoch beim Gottesdienst in Anwesenheit von Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen und dem Kopenhagener Diözesanbischof Czezlaw Kozon.

Papst Franziskus habe betont, dass seine Namenswahl im Blick auf die Armen - in Argentinien und in der Welt -, die Friedenssuche inmitten der vielen Kriege und im Blick auf die Erhaltung der Schöpfung erfolgt sei, wofür ja das Leben Franz von Assisis stehe. Als der Neugewählte nach seiner Wahl als Papstnamen Franziskus angegeben habe, habe er bei Kardinal Odilo Scherer von Sao Paulo "ein Strahlen" gesehen, sagte Schönborn. Denn er habe kurz vorher - am 3. März - Scherer in Assisi getroffen. Dieser wollte dort ebenso wie er, Schönborn, in der Eremitage des Heiligen Franziskus für die Papstwahl beten. Dabei habe es ein Gespräch gegeben. "Wir haben uns gefragt, warum es eigentlich noch nie einen Papst mit dem Namen Franziskus gegeben hat", berichtete Kardinal Schönborn im Stephansdom.

Der Wiener Erzbischof erinnerte, dass Papst Franziskus am Sterbetag von Kardinal König gewählt wurde. Kardinal König habe aus der Hoffnung gelebt und sei in der Auferstehungshoffnung gestorben; er habe den Wunsch gehabt, dass die Osterkerze bei seinem Begräbnis brennen solle, so Kardinal Schönborn. Papst Franziskus habe bei der Messe am Dienstag eben diese Hoffnung angesprochen.

In seiner ersten Messe als Papst sei Franziskus vor den versammelten Kardinälen auf das Bekenntnis des Petrus eingegangen, erinnerte der Wiener Erzbischof. Dass dieses Bekenntnis zu Jesus Christus der eigentliche "Fels" sei, habe Benedikt XVI., "dem wir mit großer Dankbarkeit verbunden sind", bei seinem Amtsantritt eindrucksvoll ausgelegt.

Benedikts Nachfolger habe wie jeder der Päpste eigene Akzente, hob Schönborn hervor. Denn das Bekenntnis über Jesus als Messias und Sohn Gottes, das Petrus in Caesarea Philippi abgelegt habe, werde "immer von ganz konkreten Menschen getragen; es ist aber immer der Felsen - in dieser Person - , auf der Christus seine Kirche baut".

Als eindrucksvollstes Zeichen nach der Wahl Franziskus' nannte Schönborn dessen Bitte an die Gläubigen vom Balkon des Petersdoms aus, für ihn zu beten und ihn zu segnen, bevor er selber sie segne.
Dabei habe sich der Papst auch verneigt, und die zahlreichen Gläubigen auf dem Petersplatz antworteten darauf mit einer tiefen Stille des Gebets, erinnerte der Wiener Erzbischof bei dem Te Deum.

kathTube-Video: Pressekonferenz mit Kardinal Schönborn in Rom nach der Papstwahl:



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