
11. März 2013 in Schweiz
Churer Diözesanpriester, der bei gloriaTV mitarbeitet, wurde vom Bistum aufgefordert, sich von einer Sendung zu distanzieren, die deutsche Diözesanbischöfe mit Hakenkreuzen zeigte.
Chur (kath.net/pbc)
Das Bistum Chur hat sich am Wochenende vom private Internetportal gloria-TV distanziert, nachdem dort im Zusammenhang mit der Debatte um die "Pille danach" in einer "Nachrichtensendung" Bilder mehrerer deutscher Bischöfe zusammen mit Hakenkreuzen veröffentlich wurden. In einer Stellungnahme teilt das Bistum folgendes mit: "Da es sich bei einem der Teilzeitmitarbeiter von 'gloria.tv' um einen Priester des Bistums Chur handelt, forderte Bischof Vitus Huonder diesen am 20. Februar 2013 auf, das entsprechende Video zu löschen und sich schriftlich davon zu distanzieren. In der Folge versicherte der Priester dem Bischof, keine Verantwortung für die englischsprachigen Seiten des Portals zu tragen und das beanstandete Video auch nicht löschen lassen zu können (der rechtliche Sitz des Portals ist in Moldawien). Aufgrund dieser Sachlage sieht sich der Bischof von Chur nicht berechtigt, weitere Schritte einzuleiten." Dennoch möchte der Bischof von Chur mit aller Deutlichkeit festhalten, dass "diffamierendes oder verhetzendes Gedankengut" von Mitarbeitenden seiner Diözese in keiner Weise unterstützt oder verbreitet werden dürfe. Das Bistum stellte auch klar, dass 'gloria.tv' eine Privatinitiative sei und ohne kirchlichen Auftrag arbeite.
Foto: (c) Bistum Chur
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