Diözese Linz: Gerichtliche Exekution wegen € 174,53

8. März 2013 in Österreich


Die Diözese Linz hat beim Gericht eine Exekutionsbewilligung gegen den Kirchenbeitragszahler erwirkt. Dieser hat mit Hinweis auf liturgische Missbräuche und ungehorsame Priester nur die Hälfte seines Beitrages bezahlt.


Linz (kath.net/jg)
Die Diözese Linz hat gegen einen Kirchenbeitragszahler eine gerichtliche Exekution erwirkt. Die offene Kirchenbeitragsforderung beträgt € 174,53. Der Mann (Name ist der Redaktion bekannt) hat nur die Hälfte des ihm vorgeschriebenen Beitrages bezahlt.

Er habe diesen Betrag „für die sogenannten Ungehorsamen“ gezahlt, schreibt er in einem kath.net vorliegenden E-Mail. Mehrere Priester, die in der nahen Umgebung seines Wohnortes ihren Dienst versehen, sind Mitglieder der von Helmut Schüller gegründeten Pfarrerinitiative, die seit 2011 zum Ungehorsam gegenüber dem Papst und der Kirche aufruft. In den genannten Pfarren komme es auch regelmäßig zu liturgischen Missbräuchen, kritisiert der Beitragszahler.

Er weigere sich, mehr zu zahlen. „Da bin ich auch ungehorsam“, heißt es wörtlich in dem E-Mail. Er habe sein Verhalten gegenüber dem Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz mit den zuvor genannten Umständen begründet. Seine Briefe seien aber unbeantwortet geblieben, schreibt er.

Die Diözese hat eine Exekutionsbewilligung vom Gericht erwirkt. Der betroffene Kirchenbeitragszahler kann die Exekution noch abwenden, wenn er die offene Forderung begleicht, bevor sie durchgeführt wird.

Kath.net hat in dieser Sache bei Bischof Ludwig Schwarz angefragt und wird weiter berichten.

Kontakt Bischof Schwarz


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