
19. Februar 2013 in Deutschland
Wie es in einer Arbeitshilfe heißt, seien heute laut dem Statistischen Bundesamt (Wiesbaden) elf Millionen Menschen gelegentlich, regelmäßig oder ständig von Sonntagsarbeit betroffen; vor 20 Jahren seien es noch 7,5 Millionen gewesen.
Bonn/Hannover (kath.net/idea) Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben beklagt, dass die Zahl der von Sonntagsarbeit Betroffenen rasant und branchenübergreifend wachse. Anlass ist der ökumenisch getragene Internationale Tag des freien Sonntags am 3. März. Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), und der Vorsitzende der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch (Freiburg), rufen in einer am 18. Februar in Bonn und Hannover veröffentlichten Erklärung dazu auf, den Sonntag als freien Tag zu schützen und zu bewahren. Wie es in einer Arbeitshilfe heißt, seien heute laut dem Statistischen Bundesamt (Wiesbaden) elf Millionen Menschen gelegentlich, regelmäßig oder ständig von Sonntagsarbeit betroffen; vor 20 Jahren seien es noch 7,5 Millionen gewesen.
Schneider und Zollitsch verweisen darauf, dass Gott den Menschen den siebten Tag der Woche als Ruhetag geschenkt habe: Für Christen hat der Sonntag seine herausragende Bedeutung als Tag der Auferstehung Christi. Wir feiern den Sonntag als Tag des Herrn. Doch alle Menschen brauchten eine Zeit des Auf-Atmens, damit Körper, Geist und Seele zur Ruhe kommen können.
Der Sonntag biete die Gelegenheit, eine Auszeit aus der pausenlosen Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft zu nehmen. Dieser Tag mache deutlich: Arbeiten und Wirtschaften sind nicht alles im Leben. Veranstalter des Aktionstages ist die Allianz für den freien Sonntag. Sie wird getragen von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, der Katholischen Betriebsseelsorge, dem (evangelischen) Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt, dem Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Der 3. März wurde als Aktionstag ausgewählt, weil Kaiser Konstantin der Große im Jahre 321 den Sonntag zum Ruhetag erklärte.
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