
17. Februar 2013 in Chronik
Schon als Kurienkardinal habe Joseph Ratzinger die Kirche so reformiert, dass die Front im Kampf gegen Satan gestärkt worden sei, auch mit Blick auf durch den Teufel verursachte Störungen, die heute sehr verbreitet seien
Rom (kath.net) Pater Gabriele Amorth, Präsident der internationalen Vereinigung der Exorzisten und Chefexorzist der Diözese Rom, hat den Einsatz von Papst Benedikt XVI. für die Exorzisten gewürdigt, wie die Welt berichtet. Der von Amorth gegründeten Vereinigung gehören hunderte Exorzisten aus aller Welt an.
Der Papst habe Exorzisten aus aller Welt in einer Audienz empfangen und ihnen "große Ermutigung" gegeben, sagte Amorth im religiösen italienischen Fernsehsender TV2000. Auch habe Benedikt XVI. "wirkungsvolle Gebete zur Teufelsaustreibung geschenkt".
Schon als Kurienkardinal habe Joseph Ratzinger die Kirche so reformiert, dass "die Front im Kampf gegen Satan" gestärkt worden sei, und zwar "nicht nur mit Blick auf Teufelsbesessenheit von Menschen, sondern auf alle Fälle von durch den Teufel verursachten Störungen". Solche durch den Teufel verursachte Störungen seien inzwischen "sehr verbreitet". Amorth hatte in der Vergangenheit als Beispiele dafür die Missbrauchsfälle und die Zerstrittenheit in der Kirche genannt.
Ein Exorzist ist ein von der Kirche beauftragter Priester, der offiziell einen Exorzismus durchführen darf. Das Kirchenrecht stellt dafür folgende Bedingungen:
Can. 1172 - §1. Niemand kann rechtmäßig Exorzismen über Besessene aussprechen, wenn er nicht vom Ortsordinarius eine besondere und ausdrückliche Erlaubnis erhalten hat.
§2. Diese Erlaubnis darf der Ortsordinarius nur einem Priester geben, der sich durch Frömmigkeit, Wissen, Klugheit und untadeligen Lebenswandel auszeichnet.
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