Venezuela: Priester vergibt Angreifern

8. Februar 2013 in Chronik


Ein achtzigjähriger Priester aus Venezuela ist bereit, den Männern zu vergeben, die ihn brutal überfallen haben. Ohne Vergebung gebe es keine Gerechtigkeit, sagt er.


Caracas (kath.net/CNA/jg)
Ein achtzigjähriger Priester aus Venezuela ist bereit, den Männern zu vergeben, die ihn in seiner Pfarre brutal attackiert haben.

„Wenn es keine Vergebung gibt, gibt es auch keine Gerechtigkeit“, sagte P. Marcos Antonio Rovayo Cardenas gegenüber Lokalreportern. „Frieden erreicht man mit Liebe, mit Gerechtigkeit, deshalb ist Vergebung ein wesentliches Element der Nächstenliebe“, fuhr der Priester fort.

Die venezolanischen Behörden haben mittlerweile drei Männer als Verdächtigte des Überfalls identifiziert, bei dem sie P. Rovayo die Uhr abnehmen wollten. Dies sei nicht der erste Überfall auf die Pfarre St. Martin de Porres gewesen, sagte der Priester in einem Interview für das Fernsehen. 12 Mal sei die Gemeinde allein im letzten Jahre beraubt worden. „Das letzte Mal haben sie 30 Stühle gestohlen. Wir konnten sie hören, haben aber aus Sicherheitsgründen nichts unternommen“, erinnerte er sich.


© 2013 www.kath.net