
28. Jänner 2013 in Österreich
Erklärung von Diözesanadministrator Elbs und Caritasdirektor Klinger zu Brandanschlag auf kirchliches Flüchtlingsheim in Batschuns: "Radikalität und Gewaltbereitschaft erschüttern zutiefst"
Feldkirch (kath.net/KAP) Der Brandanschlag auf ein Vorarlberger Flüchtlingsheim stellt einen "wahnsinnigen Einzelfall" im mittlerweile über 20 Jahre andauernden Engagement von Kirche und Caritas in der Flüchtlingsarbeit dar. Das unterstrichen der Feldkircher Diözesanadministrator Benno Elbs und der Vorarlberger Caritasdirektor Peter Klinger in einer Erklärung zu dem Brandanschlag in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf das Flüchtlingsheim Batschuns, in dem 23 Flüchtlinge untergebracht sind.
"Die Radikalität und die Gewaltbereitschaft, die hinter einem derartigen Anschlag stehen, erschüttern uns zutiefst", heißt es in der Erklärung wörtlich. Es dürfe jedoch "nicht sein, dass sich Gewaltbereitschaft und Hass über die Menschlichkeit erheben", appellierten Kirche und Caritas an die Vorarlberger Bevölkerung, den eingeschlagenen und bewährten Weg der Solidarität mit den Flüchtlingen auch weiterhin mitzugehen.
Elbs und Klinger hatten das "Haus der Frohbotschaft" in Batschuns unmittelbar nach dem Anschlag besucht. "Es war uns beiden ein Anliegen, bei den Menschen zu sein und ihnen unsere Hilfe und unseren Beistand zu versichern. Ebenso bieten wir den ermittelnden Behörden unsere vollste Unterstützung an", heißt es in der Erklärung.
Unter den Bewohnern sind nach Caritas-Angaben Kinder, Jugendliche, Familien, Frauen und Männer u.a. aus Syrien, Pakistan und Tschetschenien. Man bitte daher "aus ganzem Herzen und vollster Überzeugung darum, gerade jenen zu helfen und gastfreundlich zu begegnen, die ihre Heimat - aus welchen Gründen auch immer - verlassen mussten", so Elbs und Klinger.
Unbekannte hatten in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen Brandsatz auf das Flüchtlingsheim in Batschuns geworfen. Die brennende Flasche schwärzte in kurzer Zeit die Außenfassade ein. Die Polizei fahndet nach den Tätern.
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