Wenn Christen gegen Armut aufstehen

17. Jänner 2013 in Weltkirche


Der Film „58“ zeigt, was Armut, Hunger und Ausbeutung mit Menschen in unserer Welt anrichten. Und er wird provozieren: Denn „58“ sagt, dass christliche Gemeinden Vorreiter sein sollen und sein können, um extreme Armut in unserer Zeit abzuschaffen.


Marburg ( kath.net/pm) Es ist ein Film, der niemanden kalt lassen wird. „58“ zeigt, was Armut, Hunger und Ausbeutung mit Menschen in unserer Welt anrichten. Und er wird viele provozieren: Denn „58“ sagt, dass christliche Gemeinden Vorreiter sein sollen und sein können, um extreme Armut in unserer Zeit abzuschaffen. „58“ – das steht für den Aufruf von Jesaja 58, „Brich dem Hungrigen dein Brot“.

Viele Monate war ein Filmteam des Kinderhilfswerks Compassion International unterwegs, um Armut und Ungerechtigkeit ein Gesicht zu geben: Es traf eine Mutter in Äthiopien, die verzweifelt versucht, sich und ihre hungernden Kinder durchzubringen; es begleitete einen ehemaligen Mörder, der in seinem Slum in Brasilien andere von Drogen und Gewalt wegbringt und es filmte in einem Steinbruch in Indien, wo kleine Kinder mit Hammer und Meißel schuften, um die Geldschulden ihrer Eltern abzutragen.

Die Bilder und Gespräche, die dabei entstanden sind, verstören und machen traurig. Doch sie lassen den Zuschauer nicht bedrückt und ohnmächtig zurück, weil sie auch Menschen zeigen, die sich gegen das wehren, was andere versklavt und zerstört - mit einer Zuversicht, die aus ihrem Glauben als Christen stammt. Dabei stellt der Film eine provozierende These auf: Wer könnte besser einen Beitrag dazu leisten, Armut, Hunger, Ausbeutung und Ungerechtigkeit zu beseitigen, als die Gemeinde Jesu?

Film und Diskussionsmaterial als kostenloser Download

Wer „58“ im Kino sehen möchte, wird umsonst suchen. Denn der etwa achtzigminütige Film ist in Deutschland nur als Download im Internet erhältlich – kostenlos. Steve Volke, Direktor von Compassion Deutschland, zu diesem ungewöhnlichen Angebot: „Wir möchten dieses außergewöhnliche Filmprojekt möglichst vielen Menschen zugänglich machen. Daher gehen wir diesen Weg. Unsere Hoffnung ist, dass der Film in vielen Kirchen und Gemeinden gezeigt wird. Er eignet sich für Kleingruppen, aber auch für Vorführungen im Gemeindesaal.“

Zusätzlich zum Film und ebenso kostenlos gibt es auf der Internetseite zu „58“ Begleitmaterial - zum Nachdenken und Diskutieren, für Hauskreise, Jugendgruppen oder die ganze Gemeinde. Denn „58“ will dazu anstoßen, die Botschaft von Jesaja 58 heute zu leben und sich persönlich oder als Gemeinde gegen Armut zu engagieren – vor der eigenen Haustür und weltweit.

Im März wird „58“ Premiere auf Bibel-TV haben und dort im Rahmen eines Themenabends über Armut gezeigt.
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Das christliche Kinderhilfswerk Compassion vermittelt Patenschaften für Kinder in Entwicklungsländern, um ihnen ein Leben außerhalb von Armut zu ermöglichen. Aktuell wird in Zusammenarbeit mit einheimischen christlichen Gemeinden und Kirchen über 1,3 Millionen Kindern in 26 Ländern in Lateinamerika, Afrika und Asien geholfen.

Der Trailer zum Film:


Foto: (C) Compassion - 58/ Screenshot, www.58-derfilm.de/


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