
13. Jänner 2013 in Deutschland
Der Kölner Dombaumeister hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach der Dom deshalb erschüttert werde, weil seine Schatzkammer direkt an den U-Bahntunnel gebaut worden sei
Köln (kath.net/KNA) Der Kölner Dombaumeister Michael Hauck hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach die Schatzkammer der Kathedrale direkt an den U-Bahn-Tunnel gebaut wurde und die Kirche für die Erschütterungen der Domes selbst verantwortlich sei. Es gebe keine Verbindung, sagte Hauck am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Köln.
Er sowie Vertreter von Stadt und Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) hätten an diesem Freitag wie vereinbart die Baupläne von U-Bahn und Dom ausgetauscht und studiert. Dabei sei festgestellt worden, dass es keinen Kontakt gebe.
Die «Bild»-Zeitung hatte unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten «Insider» berichtet, dass die Fundamente der Domschatzkammer direkt an die U-Bahn-Tunnelwand von 1968 gebaut worden seien und es deshalb eine Schallbrücke gebe.
Seit Eröffnung der U-Bahn-Linie 5 in der Vorweihnachtszeit sind Erschütterungen in der Kathedrale festzustellen. Domkapitel, Stadt und KVB einigten sich auf weitere Untersuchungen und Maßnahmen gegen die Erschütterungen. In einem ersten Schritt wurde die Geschwindigkeit der Bahnen von 30 auf 20 Stundenkilometer gesenkt, kath.net hat berichtet.
Nach Worten Haucks kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass es tatsächlich eine Schallbrücke zwischen U-Bahn-Tunnel und Schatzkammer gibt. Dafür könne beim U-Bahn-Bau eingebrachtes und verdichtetes Füllmaterial verantwortlich sein. Die Untersuchungen des von der KVB eingesetzten Schallgutachters seien abzuwarten und dann Dämpfungsmaßnahmen zu planen.
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