Erzbischof Müller hält lateinamerikanischen Papst für denkbar

27. Dezember 2012 in Weltkirche


Scharf kritisierte der deutsche Kurienvertreter deutsche Spitzenpolitiker, die mit Aufrufen wie «Ökumene jetzt!» so täten, als sei Kirche eine politische Partei: «Wir stimmen über den von Gott geoffenbarten Glauben nicht wie über Parteiprogramme ab»


Düsseldorf (kath.net/KNA) Der neue Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller (Foto), kann sich gut vorstellen, dass der nächste Papst aus Lateinamerika kommt. Müller, ein ausgewiesener Kenner Südamerikas, sagte in einem Interview mit der in Düsseldorf erscheinenden «Rheinischen Post» (Montag): «Ich kenne jedenfalls eine Reihe von Bischöfen und Kardinälen aus Lateinamerika, die auch für die gesamte Weltkirche Verantwortung übernehmen könnten.»

Scharf kritisierte der deutsche Kurienvertreter deutsche Spitzenpolitiker, die mit Aufrufen wie «Ökumene jetzt!» so täten, als sei Kirche eine politische Partei: «Wir stimmen über den von Gott geoffenbarten Glauben nicht wie über Parteiprogramme ab.» Müller fuhr fort: «Wir Katholiken können nicht von den Protestanten verlangen, gegen ihr Wahrheitsgewissen den katholischen Glauben zu übernehmen und umgekehrt.» Müller sprach von «politisierenden Ökumenikern und ökumenisierenden Politikern».

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