
17. Dezember 2012 in Weltkirche
Der Religionssoziologe Hans Joas sagte, «dass wir derzeit, global gesehen, eine der größten Expansionsphasen seiner Geschichte erleben».
Hamburg (kath.net/KNA) Der Religionssoziologe Hans Joas sieht das Christentum auf einen weltweiten Maßstab bezogen im Aufschwung. Zugleich betonte der Professor an der University of Chicago in der aktuellen Ausgabe von «ZEIT WISSEN», dass eine Gesellschaft auch ohne Religion stabilisierbar sei. Das zeigten stark säkulare Länder wie Schweden. «Es stimmt nicht, dass Nichtgläubige notwendig unglücklicher wären, unmoralisch und zu altruistischen Handlungen nicht in der Lage», sagte der 64-Jährige der in Hamburg erscheinenden Zeitschrift.
Mit Blick auf die Entwicklung des Christentums betonte Joas, «dass wir derzeit, global gesehen, eine der größten Expansionsphasen seiner Geschichte erleben». In Staaten wie China und Südkorea aber auch in Afrika nehme die Zahl der Christen rasant zu, erläuterte der Wissenschaftler. Dies würden jedoch viele in Europa nicht zur Kenntnis nehmen. Die aktuelle Entwicklung erscheine dann als Verfall.
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