
10. Dezember 2012 in Aktuelles
Der evangelikale Mathematiker John Lennox sprach in München vor rund 800 Studenten
München (kath.net/idea) Die Naturwissenschaften haben Gott nicht abgeschafft. Sie können vielmehr ein wichtiger Wegweiser zu ihm sein. Diese Ansicht vertrat der englische Mathematiker Prof. John Lennox (Oxford) am 4. Dezember vor rund 800 Studenten an der Münchner Ludwigs-Maximilians-Universität. In seinem Vortrag zur Frage Hat die Wissenschaft Gott begraben? sagte der evangelikale Wissenschaftler, dass er die Welt nicht ohne Gott verstehen könne. Er werbe für die Bibel als ernstzunehmende Autorität. Das Mindeste, was man von Nichtchristen verlangen könne, sei, dass sie offen und mit Respekt über die Grundlagen des Glaubens sprechen. Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea ergänzte Lennox, er sehe sich als Verteidiger des christlichen Glaubens. Der Verteidigungskampf sei mit den Waffen der Achtung und der Liebe zu führen. Mit seinen Vorträgen wolle er zeigen, dass das Christentum einen glaubwürdigen Beitrag zum Verständnis der Welt leiste. Wie seine Zuhörer die Indizien für ein schöpferisches Handeln Gottes bewerteten, sei deren persönliche Entscheidung.
Gott wird im Wissenschaftsbetrieb ausgeklammert
Eingeladen hatten der Informatikprofessor Hans-Peter Kriegel und der katholische Theologieprofessor Armin Kreiner. Kriegel, der die Lehr- und Forschungseinheit für Datenbanksysteme leitet, begründete sein Engagement damit, dass er als Protestant das Gespräch zwischen Atheisten und Christen an der Universität voranbringen wolle. Um Menschen vom christlichen Glauben zu überzeugen, brauche man einigermaßen logische Argumente, sagte er gegenüber idea. Kreiner zufolge wird an deutschen Universitäten die Luft für Theologen immer dünner. Eine Grundvoraussetzung des Wissenschaftsbetriebs sei, dass man Gott ausklammere. Deshalb werde auch nicht mehr darüber diskutiert, ob Gott einen Platz in wissenschaftlichen Theorien oder Erklärungen habe.
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