
7. Dezember 2012 in Familie
Ehemaliger SPD-Minister und Vize-Kanzler Franz Müntefering (Foto): «Ich hab früher immer gesagt: Ich möchte tot umkippen und möglichst wenig davon mitbekommen». Das sei heute anders.
Berlin (kath.net/KNA) Für den ehemaligen SPD-Minister und Vize-Kanzler Franz Müntefering hat der Tod seiner Frau Ankepetra die eigene Haltung zum Sterben verändert. «Ich hab früher immer gesagt: Ich möchte tot umkippen und möglichst wenig davon mitbekommen», sagte der Politiker in der rbb-Literatursendung «Bücher und Moor», wie der Sender am Montag mitteilte. Das sei heute anders.
Die letzten Wochen und Monate mit seiner Frau hätten ihm gezeigt, dass es gut sei, «wenn man so gehen kann, wenn die Kinder dabei sind, wenn man nochmal über alles sprechen kann». Das mitzuerleben, gehöre zu einem «erfüllten Leben» dazu. Daher sage er heute: «Ich möchte wirklich ganz bewusst zu Ende kommen.»
Müntefering war aufgrund des Krebsleidens seiner Frau Ende 2007 als Minister und Vizekanzler zurückgetreten. Im Juli 2008 starb Ankepetra Müntefering.
(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
© 2012 www.kath.net