kreuz.net - Erzdiözese Wien droht mit dienstrechtlichen Folgen

2. Dezember 2012 in Österreich


Hochrangiger Geistlicher einer österreichischen Diözese habe sich bereiterklärt, über die aus Österreich stammenden mutmaßlichen Zuarbeiter von "kreuz.net" Auskunft zu geben - Ablehnung kommt auch vom Präfekten der Glaubenskongregation


Wien (kath.net/KAP) Sollten Mitarbeiter der Erzdiözese Wien als Autoren oder Verantwortliche an der Internetseite "kreuz.net" beteiligt sein, dann haben diese Personen "mit ernsthaften dienstrechtlichen Konsequenzen zu rechen". Das betonte der Generalvikar der Erzdiözese, Nikolaus Krasa, am Sonntag gegenüber dem ORF. Gleichzeitig sagte Krasa, dass die Kirche "von sich aus den Kontakt mit den staatlichen Behörden suchen" werde, falls Beweise über möglicherweise involvierte
kirchliche Mitarbeiter auftauchen sollten.

Anlass für den ORF-Beitrag waren die in Österreich gegen "kreuz.net" laufenden strafrechtlichen Ermittlungen wegen Verhetzung. Laut Angaben des deutschen Koordinators der Initiative "Stoppt kreuz.net", David Berger, sollen drei Personen aus Österreich an "kreuz.net" mitwirken, von denen zwei Priester "in Amt und Würden" sein sollen. Berger sprach im Beitrag auch davon, dass sich ein hochrangiger Geistlicher einer österreichischen Diözese inzwischen bereiterklärt habe, über die aus Österreich stammenden mutmaßlichen Zuarbeiter von "kreuz.net" Auskunft zu geben.

Ablehnung vom Präfekten der Glaubenskongregation

Im Beitrag des ORF wandte sich auch der Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, klar gegen "kreuz.net": Kritik an Personen haben immer auf Grundlage und im Rahmen der Menschenwürde zu geschehen. Die Art und Weise wie "kreuz.net" Menschen diffamiert, "hat mit christlichem Glauben überhaupt nichts zu tun", erklärte der Leiter der Glaubenskongregation.

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