Kardinal Woelki: Verständnis für Religion ist geschwunden

28. November 2012 in Deutschland


Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki: «Es fehlt die Einsicht, dass Menschen aus religiösen Gründen Dinge tun, die nichtreligiöse Menschen nicht tun würden».


Dortmund (kath.net/KNA) Der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki hat mit Blick auf die Beschneidungsdebatte ein schwindendes Verständnis für religiöse Motive kritisiert. «Es fehlt die Einsicht, dass Menschen aus religiösen Gründen Dinge tun, die nichtreligiöse Menschen nicht tun würden», sagte Woelki in einem Interview der in Dortmund erscheinenden Fachzeitschrift «Amosinternational» (Heft 4). Dies gelte auch für die Lebensform als Priester und Ordensangehöriger, die Taufe kleiner Kinder sowie Speise- und Gebetsvorschriften.

Hintergrund der Debatte ist das Urteil des Landesgerichts Köln, das die Beschneidung eines Jungen als unzulässige Körperverletzung bewertet hatte. Inzwischen hat die Bundesregierung eine gesetzliche Neuregelung der Beschneidung auf den Weg gebracht.

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Foto Kardinal Woelki: (c) Erzbistum Berlin


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