
17. November 2012 in Kommentar
Eine Broschüre im Auftrag des österreichischen Unterrichtsministeriums will indirekt die auf verantwortliche Liebe gegründete Mann-Frau-Familie aufheben. Ein Gastkommentar von 20 besorgten Elternpaaren.
Wien (kath.net) Eine Broschüre, in Auftrag gegeben vom österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BM:UKK), stellt Verbotenes wie Samenbanken und Leihmutterschaft als ganz normal dar, Mann, Frau und Familie sind dagegen nur Optionen unter vielen. Finanziert durch unsere Steuern: Ideologie auf dem Rücken unserer Kinder.
Die Broschüre heißt Ganz schön intim - Sexualerziehung 6 - 12-Jährige und wurde vom Verein Selbstlaut erstellt.
Wo liegen die Probleme?
1) Zerstörung des traditionellen Familienbildes
Zitat aus Ganz schön intim, S. 43: Trotz vieler Bearbeitungen von Schulbüchern und sonstigen Medien, die auf die Diversitäten der Lebensformen von jungen Menschen reagieren, hält sich das Bild der klassischen Mutter-Vater-Kind-Familie als anzustrebendes Ideal hartnäckig, ungeachtet der Tatsache, dass knapp die Hälfte aller Kinder in Österreich in anderen Verhältnissen leben.
Nicht jede Ehe geht gut und nicht jede Familie schafft es, die hohen Ideale auch zu leben. Aber sollen wird deshalb unsere Ideale aufgeben? Entspricht dieses Denken wirklich dem Kindeswohl?
Das Kalkül von Selbstlaut: Die Familie bestehend als Vater Mutter Kind soll diskreditiert werden.
2) Aufhebung bzw. Relativieren von Mann und Frau
Die Geschichte skizziert Gedanken und Gefühle eines intergeschlechtlichen Kindes. Die Häufigkeit von intergeschlechtlich zur Welt kommenden liegt bei ca. 1/2000. Viele Initiativen setzten sich dafür ein, Intergeschlechtlichkeit/Intersexualität nicht weiterhin als zu behandelnde Krankheit zu pathologisieren, sondern die Vielfalt von Geschlechteridentitäten (ebenso beispielsweise Transgender, Transsexualität, queere Identitäten) anzuerkennen. Dieses Bestreben stellt den eng gesteckten, künstlich geschaffenen Rahmen der angenommen Zweigeschlechtlichkeit in Frage. (Zitat Ganz schön intim, S.69)
Ein altes Thema nämlich die Frage des natürlichen versus des sozialen Geschlechts wird hier in einer neuen Spielart wiederbelebt. Dem natürlichen Geschlecht von Mann und Frau wird Intersexualität als 3. Geschlecht gegenübergestellt.
Das Kalkül von Selbstlaut: Wenn wir das natürliche Geschlechts von Mann und Frau in Frage stellen, dann erscheint Homosexualität und jede andere Form der sexuellen Vorliebe gleichsam als der Normalfall!
3) Schaffen einer neuen Realität für in Österreich verbotene Praktiken
Leihmutterschaft: Eine Frau trägt für eine andere Frau deren Baby aus.
Samenbank: Die Samenbank ist ein Geschäft, in dem Menschen Sperma (Samenzellen) kaufen. Das machen zum Beispiel Paare, die keine Kinder kriegen können oder Frauen, die ohne einen Mann leben, aber trotzdem schwanger werden und ein Kind bekommen möchten. Oder lesbische Leute, die gerne mit einem Kind leben möchten. (Zitat Ganz schön intim, p.125)
Das sagt das Österreichische Fortpflanzungsmedizingesetz:
§ 2. (1) Eine medizinisch unterstützte Fortpflanzung ist nur in einer Ehe oder Lebensgemeinschaft von Personen verschiedenen Geschlechts zulässig.
§ 3. (1) Für eine medizinisch unterstützte Fortpflanzung dürfen nur die Eizellen und der Samen der Ehegatten oder Lebensgefährten verwendet werden.
Das bedeutet im Ergebnis, dass Samenbanken und auch Leihmutterschaft in Österreich gesetzlich verboten sind.
Das Kalkül von Selbstlaut: Wenn wir diese Praktiken als normal darstellen, in dem wir vergessen darauf hinzuweisen, dass diese in Österreich verboten sind, soll gezielt eine Bewußtseinsänderung herbeigeführt werden. Nach dem Motto: Wenn wir nur oft genug darüber reden, werden es schließlich so viele Menschen als normal empfinden, dass auch einer Gesetzesänderung nichts mehr im Wege steht.
4) Sexualität, Beziehung, Liebe und Verantwortung
Aber wenn eine Pädagogin, um Beispiele zu nennen, in Arbeitsblättern zu kindlicher Sexualität vielleicht zum ersten Mal liest, dass Babys mitunter schon Orgasmen haben oder Information zu Intersexualität findet oder in einer anderen Übung Kinder gefragt werden, wie sich für sie ein sexy Gefühl anfühlt oder wie sich beschreiben lässt, was Liebe ist, dann stellt sich die Pädagogin/der Pädagoge vermutlich selber auch diese Fragen und genau dann haben die Materialien bereits einen Prozess in Gang gesetzt, der für eine sexualitätsfreundliche Haltung wichtig ist. (Zitat Ganz schön intim, p. 6)
Sollen unsere Kinder nicht zu liebes- und beziehungsfähigen Menschen erzogen werden? Wird durch eine Sexualisierung der Gesellschaft nicht der Triebbefriedigung und dem Egoismus Vorschub geleistet?
Das Kalkül von Selbstlaut: Die Sexualisierung der Gesellschaft in all Ihren Facetten soll vorangetrieben werden.
Was kann man tun?
Fragen an Frau BM Dr. Schmied und andere Politiker:
- Wie kann eine vom BM:UKK in Auftrag gegebene Broschüre vergessen auf die in Österreichische gültige Gesetzeslage hinzuweisen?
- Wie viel Geld ist an den Verein Selbstlaut geflossen und wie viel wurde zusätzlich für die Broschüre bezahlt?
- Wie können Sie sicherstellen, dass die in dieser Broschüre vertretene Ethik nicht auch Basis des neu zu schaffenden Ethikunterrichts wird?
Bitte schreiben Sie eine E-Mail an Fr. BM Dr. Schmied ([email protected]),
an den ÖVP Bildungssprecher Werner Amon ([email protected])
und an die Elternbeiratsvertreterin des BM:UKK MR Dr. Andrea Freundsberger ([email protected]), sowie an Politiker, die Sie kennen und die sich für dieses Anliegen stark machen könnten.
Weitere Infos auf:www.facebook.com/pages/Skandal-im-Bmukk
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