
16. November 2012 in Aktuelles
Die Neuevangelisierung müsse auf spiritueller Ebene ansetzen, sagte ein niederländischer Weihbischof auf der Bischofssynode zur Neuevangelisierung. Das Problem seien in erster Linie die unsichtbaren Kräfte des Bösen.
Rom (kath.net/jg)
Unser Problem ist nicht so sehr ein sichtbarer Feind, sondern gegen die unsichtbaren Kräfte des Bösen (Eph. 6,12), sagte Everard de Jong, Weihbischof der niederländischen Diözese Roermond. Die Neuevangelisierung erfordere das Gebet zum Heiligen Geist, zu den Engeln und Erzengeln, ein Wiederentdecken der Unterscheidung der Geister und die Verkündigung des Evangeliums des Lebens, sagte de Jong bei der Bischofssynode zur Neuevangelisierung im Oktober in Rom.
Zu Pfingsten hat die erste Evangelisierung begonnen, wir brauchen ein neues Pfingsten, sagte der Weihbischof wörtlich. Daher sei ein intensives und kontinuierliches Gebet zum Heiligen Geist ein erster Schritt für die Neuevangelisierung. Bereits Papst Paul VI. habe das in seiner Enzyklika Evangelii nuntiandi Nr. 75 vorgeschlagen.
In dieser Zeit des Relativismus sei es unumgänglich, die Kunst der Unterscheidung der Geister wieder zu lernen, fuhr de Jong fort. Die objektive Wahrheit werde nicht gerne akzeptiert, daher müsse man den Menschen helfen, ihre subjektiven Erfahrungen mit der Wahrheit des Evangeliums zur vergleichen. Die Kirche solle nicht nur das Evangelium und den Katechismus lehren, sondern auch geistliche Übungen, damit die Menschen den Einfluss des Heiligen Geistes in ihrem Leben mit den Folgen einer hedonistischen Lebensweise vergleichen könnten. Auf diesem Weg seien sie in der Lage die objektive Wahrheit über die menschliche Natur, ihre tiefsten Wünsche und Gott in ihrem Gewissen entdecken, sagte de Jong.
Im Bereich der Familie und der Weitergabe des Lebens sei den modernen Gesellschaften des Westens das Verständnis der Sünde abhanden gekommen, analysierte der Weihbischof. Die Sünde hat einen Einfluss auf die Offenheit gegenüber der Botschaft des Evangeliums, sagte er wörtlich. Pornographie, Sexualität außerhalb der Ehe, Verhütung und Abtreibung verschließen das Herz für den Glauben. Wer kann Ja zu Gott, dem Schöpfer des Lebens im Überfluss, sagen, wenn er oder sie, bewusst oder unbewusst, nein zum menschlichen Leben sagt, fragte de Jong. Die Antwort der Kirche müsse die Verkündigung des Evangeliums des Lebens sein, einschließlich der Theologie des Leibes und der natürlichen Empfängnisregelung sein, sagte er abschließend.
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