Erzbischof Kothgasser geht auf Distanz zu Casanova

7. September 2012 in Österreich


Knalleffekt in Salzburg: Kothgasser distanziert sich von Vorfällen bei den "Salzburger Hochschulwochen". Sein Sekretariat erklärt: „Das Vertrauen des Herrn Erzbischofs wurde leider grob missbraucht.“ - "Kathpress"-Redakteur Klingen: "So ein Quatsch"


Salzburg (kath.net)
Knalleffekt in der Erzdiözese Salzburg rund um die umstrittene Preisverleihung an den Religionssoziologen Jose Casanova. In einem KATH.NET vorliegenden Schreiben hat sich jetzt Erzbischof Alois Kothgasser (Foto) von der Preisverleihung und auch von anderen Vorfällen bei den "Salzburger Hochschulwochen", die Anfang August stattfand, distanziert. Casanova hatte bei der Kirchenveranstaltung ähnlich wie Helmut Schüller zum „zivilen kirchlichen Ungehorsam“ aufgerufen und außerdem einen "Theologischen Preis" von Erzbischof Alois Kothgasser überreicht bekommen. KATH.NET hat berichtet

In einem KATH.NET vorliegenden Schreiben aus dem Sekretariat des Erzbischofs, das im Auftrag von Erzbischof Alois Kothgasser verschickt wurde, heißt es nun, dass diese Vorkommnisse bei den Hochschulwochen mehr als bedauerlich seien. "Das Vertrauen des Herrn Erzbischofs wurde leider grob missbraucht. Er hat sich auf das zuständige Gremium der Hochschulwochen verlassen und war über die eingeladenen Referenten, aber auch über den Preisträger zu wenig informiert. So etwas sollte einfach nicht passieren. Herr Erzbischof bedauert dies sehr."

Eine interessante erste Reaktion zu dem Schreiben von Kothgasser gibt es inzwischen auf Twitter. So meint Henning Klingen, ein Redakteur der offiziellen katholischen Presseagentur Kathpress, wörtlich zur Meldung: "So ein Quatsch. Zeigt nur dass man im EB Sek Casanova nicht kennt."

Foto Erzbischof Kothgasser: (c) Erzdiözese Salzburg


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