
6. August 2012 in Weltkirche
Magazin Focus: Klöster nehmen viele verarmte Griechen auf, um ihnen beizustehen P. Simeon: Höchstens jeder Zehnte wirklich berufen, die meisten werden wieder gehen, wenn sich die Lage bessert
München (kath.net/KNA) Immer mehr verarmte Griechen suchen aufgrund der Finanzkrise Zuflucht in Klöstern. Dort erhielten sie geistigen Beistand, vor allem aber freie Kost und Logis, berichtet das Münchner Magazin «Focus» (Montag). Laut Pater Simeon aus Thiva, unweit von Athen, nehmen die Mönche viele Anwärter auf, um sie etwa vor einem Suizid zu bewahren oder bei Krankheit zu pflegen.
«Ich schätze, dass höchstens jeder Zehnte von denjenigen, die jetzt in die Klöster eilen, wirklich berufen ist», sagte der orthodoxe Ordensmann. Er rechne damit, dass die meisten wieder austreten werden, wenn sich die Lage bessere.
Mittlerweile haben die Sparexperten der so genannten «Troika» laut Angaben des Magazins manchen Klöstern die so genannte 10 zu 1-Regel zur Auflage gemacht, dass in Orden, deren Mitglieder ein Gehalt vom Staat beziehen, erst zehn Brüder sterben müssen, bevor ein neuer geweiht werden darf.
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