
18. Juli 2012 in Chronik
Aus religiösen Gründen beteiligen sich mehrere Schulen in Großbritannien nicht am staatlichen Impfprogramm gegen Gebärmutterhalskrebs
London (kath.net/KNA) Aus religiösen Gründen beteiligen sich mehrere Schulen in Großbritannien nicht am staatlichen Impfprogramm gegen Gebärmutterhalskrebs. Es handelt sich um etwa 25 Schulen, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Ärztezeitschrift «GP Magazine» hervorgeht. Ein Vertreter der britischen Hausärzte-Vereinigung äußerte sich besorgt; er verwies darauf, dass dadurch Leben gefährdet werden könne.
Laut Magazin begründeten die Schulen ihre Haltung damit, dass ihre Schüler «streng die christlichen Prinzipien» befolgten und vor der Ehe keinen Sex hätten. Andere hätten angemerkt, die Impfung stehe «nicht im Einklang mit dem Schulethos» oder die Schule wolle keinen Druck auf Eltern und Schüler ausüben.
83 der 152 Zentren für medizinische Erstversorgung in Großbritannien hatten sich an der Umfrage beteiligt. Davon gaben 15 an, dass sich in ihrer Region eine oder mehrere Schulen aus der Aktion ausgeklinkt hätten. 2008 startete ein nationales Impfprogramm für Mädchen zwischen 12 und 13 Jahren.
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