Zahl der Austritte aus der katholischen Kirche sinkt deutlich

30. Juni 2012 in Deutschland


Deutsche Bischofskonferenz. 126.488 Bundesbürger verließen 2011 die Kirche. Katholikenzahl in Deutschland sinkt auf 24,47 Millionen. Evangelische Kirchen noch 23,89 Millionen Mitglieder


Bonn (kath.net/KNA) Die Zahl der Austritte aus der katholischen Kirche in Deutschland ist im vergangenen Jahr um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Wie die Deutsche Bischofskonferenz am Freitag in Bonn mitteilte, verließen 126.488 Bundesbürger die Kirche. 2010 hatte unter dem Eindruck des Missbrauchsskandals eine Rekordzahl von mehr als 181.000 Katholiken ihren Austritt erklärt.

Insgesamt sank die Zahl der Katholiken von 24,65 Millionen im Jahr 2010 auf 24,47 Millionen im vergangenen Jahr. Damit gehören noch 29,9 Prozent der Bundesbürger der katholischen Kirche an. Zu den evangelischen Kirchen zählen laut Bischofskonferenz noch 23,89 Millionen Bundesbürger.

Auch bei den Eintritten und Wiederaufnahmen in die katholische Kirche gab es leichte Rückgänge: 3.217 Personen (2010: 3.576) traten in die katholische Kirche über, davon 2.742 Protestanten. 7.163 Personen wollten wieder in die katholische Kirche eintreten, im Vorjahr waren es 7.401.

Im vergangenen Jahr standen den 169.600 Taufen rund 247.762 Bestattungen gegenüber. Die Zahl der Taufen sank damit um rund 700, die Zahl der Beerdigungen ging um 5.200 zurück. Der Gottesdienstbesuch sank von 12,6 auf 12,3 Prozent: 2011 besuchten damit durchschnittlich rund 3 Millionen Katholiken die Sonntagsgottesdienste.

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