
17. Mai 2012 in Deutschland
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) könne Widerspruch offenbar schlecht vertragen, so die Diagnose des Psychiaters. Er selbst werde nach kritischen Äußerungen nicht mehr zu ZdK-Veranstaltungen eingeladen
Mannheim (kath.net/KNA) Manfred Lütz (58), Psychiater, Theologe und Buchautor, möchte nach eigenem Bekunden die Veranstalter des Katholikentags therapieren. Auf die Frage, wen er gerne einmal behandeln würde, sagte Lütz am Donnerstag auf dem Katholikentag in Mannheim: «Das ZdK!» Das aus rund 230 Mitgliedern bestehende Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) könne Widerspruch offenbar schlecht vertragen, so die Diagnose des Psychiaters. Er selbst werde nach kritischen Äußerungen nicht mehr zu ZdK-Veranstaltungen eingeladen.
Das höchste Gremium der katholischen Laien in Deutschland halte er zwar für wichtig, so der Theologe. Aber viele vermeintlich progressive Positionen des ZdK zeichneten sich durch einen konservativen Zug aus. «Sie fordern von vornherein das, was man nicht realisieren kann, damit sie weiter im Klagemodus verharren können.» Anstelle des Frauendiakonats halte er es beispielsweise für sinnvoller, mehr Frauen in kirchliche Führungspositionen zu bringen, sagte Lütz.
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