Die Schweizergarde: Arbeit und Einsatz für ein christliches Leben

7. Mai 2012 in Aktuelles


Benedikt XVI. empfängt die neuen Schweizergardisten in Audienz. Quelle der Nächstenliebe: ein ganz auf das Geheimnis der Eucharistie konzentriertes Leben. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Am heutigen Vormittag empfing Papst Benedikt XVI. das Korps der Päpstlichen Schweizergarde anlässlich der Vereidigung von 26 neue Rekruten am 6. Mai 2012 in Audienz.

Im französischsprachigen Teil seiner Ansprache ermahnte Benedikt XVI. die Gardisten, aufeinander zu achten, sich gegenseitig im Dienst zu stützen und aufzubauen. Dabei sollten sie den Stil der dem Evangelium entsprechenden Nächstenliebe bewahren. Um den Brüdern und Schwestern Liebe geben zu können, sei es notwendig, sie dank langen Gebets, beständigen Hörens des Wortes Gottes und eines ganz auf das Geheimnis der Eucharistie konzentrierten Lebens aus der göttlichen Liebe zu schöpfen.

Das Geheimnis der Effizienz der Arbeit der Gardisten im Vatikan liege im beständigen Bezug auf Christus. Dies sei auch das Zeugnis nicht wenige Vorgänger in der Garde, die sich nicht nur durch ihre Arbeit ausgezeichnet hätten, sondern auch im Einsatz für ein christliches Leben. Der Papst erinnerte daran, dass einige der Berufung zum Priestertum oder zum Ordensleben gefolgt seien, während andere ihre Berufung zur Ehe mit dem Sakrament gekrönt hätten.

Auf Deutsch sagte Benedikt XVI.:

„Sehr herzlich begrüße ich Sie alle. Insbesondere heiße ich die Rekruten willkommen, heute im Kreis ihrer Eltern, Verwandten und Freunde. Ebenso grüße ich die offiziellen Repräsentanten aus der Schweiz, die zu diesem frohen Anlaß gekommen sind. Ihr, liebe Gardisten, habt das Privileg, für einige Jahre im Herzen der Christenheit zu arbeiten und in der Ewigen Stadt zu leben. Eure Familienangehörigen und alle, die diese Festtage mit euch verbringen, haben die Teilnahme an der Feier der Vereidigung mit einer Wallfahrt zu den Gräbern der Apostel verbunden. Allen wünsche ich, daß sie hier in Rom die einzigartige Erfahrung der Universalität der Kirche machen und den Glauben stärken und vertiefen, vor allem in den Momenten des Gebets und in den Begegnungen, die diese Tage prägen.

Die Aufgaben, welche die Schweizergarde erfüllt, sind ein unmittelbarer Dienst am Heiligen Vater und am Apostolischen Stuhl. Die Tatsache, daß sich junge Menschen dazu entschließen, einige Jahre ihres Lebens ganz dem Nachfolger Petri und seinen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen, ist deshalb sehr zu schätzen. Eure Arbeit steht in der Linie einer unbestrittenen Treue zum Papst, die sich anläßlich des „Sacco di Roma" des Jahres 1527 heroisch erwiesen hat, als am 6. Mai eure Vorgänger ihr Leben opferten. Der besondere Dienst der Schweizergarde konnte damals und kann heute nicht erfüllt werden ohne jene Eigenschaften, die jedes Mitglied des Corps auszeichnen: Festigkeit im katholischen Glauben, Treue und Liebe zur Kirche Jesu Christi, Gewissenhaftigkeit und Ausdauer in den kleinen wie in den großen täglichen Aufgaben, Mut und Demut, Selbstlosigkeit und Hilfsbereitschaft. Von diesen Tugenden muß euer Herz erfüllt sein, wenn ihr den Ehren- und Sicherheitsdienst im Vatikan leistet“.

Abschließend rief der Papst die jungen Soldaten in italienischer Sprache auf, ihre Zeit in Rom gut zu nutzen, um in der Freundschaft mit Christus zu wachsen, „um seine Kirche immer mehr zu lieben und zum Ziel eines jeden christlichen Lebens voranzuschreiten: der Heiligkeit“.


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