
9. März 2012 in Deutschland
Der katholische "Medien"-Bischof Gebhard Fürst hat am Donnerstag über Medien im Web 2.0 nachgedacht. Der eigene Facebook-Auftritt ist allerdings äußerst mangelhaft
Stuttgart (kath.net/KNA/red) Für einen sicheren Umgang mit den neuen Medien sind für den katholischen Bischof Gebhard Fürst (Foto) medienethische Kenntnisse unverzichtbar. Nicht Informationsmangel, sondern die verantwortliche Produktion und Nutzung von Medieninhalten stellten heute das Problem dar, sagte der Bischof von Rottenburg-Stuttgart und Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz am Donnerstag in Stuttgart. Die Gesellschaft müsse nicht nur «technisch, sondern kompetent im Umgang mit den modernen Medien auch sozial anschlussfähig» bleiben.
Fürst sagte laut Mitteilung des Bistums Rottenburg-Stuttgart, die allerdings nicht auf der Homepage des Bistums zu finden ist, dass die katholische Kirche aufgrund ihrer ethischen Kompetenzen zu einem guten und verantwortungsbewussten Umgang mit den digitalen Medien beitragen könne. Dabei gehe es darum, sich mit Chancen und Risiken der digitalen Revolution zu befassen, ohne einzelne Medien zu verurteilen oder zu moralisieren. Nötig seien dazu nicht zuletzt medienethisch kompetente kirchliche Mitarbeiter. Auch müsse sich die Kirche die Frage stellen, so der Medienbischof weiter, wie Vorstellungen von christlicher Gemeinschaft zur Netz-Community im Web 2.0 passten.
Interessantes von der Veranstaltung berichtet auch die Kirchensuchmaschine "Diomira", die über Gerüchte berichtet, dass der Bischof seinen Bistumsmitarbeitern die Benutzung von Facebook verboten habe solle und angeblich auch sonst sehr restriktiv im Umgang mit sozialen Netzwerken sei. Ob daran etwas wahr ist oder nicht, ist unklar. Fakt ist aber, dass der Facebookauftritt des Bistums derzeit äußerst dürftig ist. "Bisher wurden noch keine Informationen bereitgestellt.", heißt es dazu lapidar und etwa 100 Leuten "Gefällt" dies sogar. Auch auf Twitter ist das Bistum bis jetzt gar nicht vertreten.
"Diomira" berichtet auch, dass Fürst die katholischen Bloggern als eine große Ressource" sehe, "die wir nicht brach liegenlassen sollten. Fürst erzählt bei der Tagung auch von einem nicht so gelungenen Versuch, eine tägliche Videobotschaft zum Advent ins Netz zu stellen. Die salbungsvollen Videoclips des Bischofs kommentierte ein engagierter Jugendlicher mit den Worten: Wann sind Sie endlich fertig mit Ihrem Adventsgedöns. Der Jugendliche machte spätere eigene Advent-Video-Clips und erreichte damit mehr Klicks als der eigene Bischof.
www.kirchensuchmaschine.diomira.de
kathTube: Der Facebook-Auftritt des Bistums
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Foto Bischof Gebhard Fürst: (c) Diözese Rottenburg-Stuttgart
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