Graumann: Der DFB muss sich lauter gegen Antisemitismus äußern!

28. Februar 2012 in Deutschland


Antisemitischen Schmähungen und rechtsradikale Gesten gegen israelischen Bundesligaspieler, Polizei greift nicht ein, der Deutsche Fußballbund schweigt - Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden: „Ich bin total schockiert“


Kaiserslautern (kath.net) „Wer bei uns Antisemitismus und Hitlergruß ausleben will, gehört ins Gefängnis und auf keinen Fußballplatz. Der DFB muss sich hier schneller und lauter äußern.“ Dies sagte Dieter Graumann, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, gegenüber der „Bild“. Dem war vorausgegangen, dass der israelische Stürmer des Erstligisten 1. FC Kaiserslautern, Itay Shechter, während des Trainings am vergangenen Sonntag von einer Gruppe Hooligans mit antisemitischen Schmähungen und rechtsradikalen Gesten belegt worden war.

„Aus deeskalierenden Gründen“ hatten die vor Ort anwesenden Polizeibeamten darauf verzichtet, diese Personen zu entfernen, dies sagte Christian Gruber, der Sprecher des abstiegbedrohten 1. FCK, wie die „Bild“ weiter berichtete. Zwar sei es nach dem Training zu einer Aussprache zwischen der Mannschaft und 200 aufgebrachten Fans gekommen, doch die etwa zehn Hooligans seien nicht mehr dabei gewesen.

„Beim 1.FC Kaiserslautern muss jetzt sofort viel klarer und energischer gehandelt werden“, forderte Graumann. „Wer solche Fans hat, ist gestraft. Wer solche Fans duldet, gehört bestraft. Das sollte viel entschlossener und offensiver vertreten werden.“ Denn wenn ausgerechnet der Sport missbraucht werde, „um Rassismus und Judenhass zu transportieren, dann ist das eine Schande und ein Skandal für den ganzen deutschen Fußball“. „Als begeisterter Fußballfan“ sei er „total schockiert“.


Weiterführendes kathTube-Video: Deutscher Israelkongress, Rede von Dr. Dieter Graumann, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland



Foto Dieter Graumann: (c) Zentralrat der Juden in Deutschland


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