
17. Jänner 2012 in Chronik
Mehrere Dutzend Pferde, Rinder, Hühner und andere Haustiere haben am Dienstag in Rom vor der Kulisse von Berninis Kolonnaden vom italienischen Kardinal Angelo Comastri einen Segen erhalten
Vatikanstadt (kath.net/KNA) Stallgeruch vor dem Petersplatz: Mehrere Dutzend Pferde, Rinder, Hühner und andere Haustiere haben am Dienstag in Rom vor der Kulisse von Berninis Kolonnaden vom italienischen Kardinal Angelo Comastri einen Segen erhalten. Anlass für die Zeremonie unmittelbar vor den Vatikangrenzen war der Gedenktag des heiligen Mönchsvaters Antonius, des Patrons der Haustiere und Tierzüchter. Zuvor hatte der Erzpriester des Petersdoms mit Landwirten und Viehzüchtern sowie deren Familien in der Vatikanbasilika einen Gottesdienst gefeiert.
Der italienische Tierzüchterverband Aia hatte die Tiere aus der Umgebung von Rom in überdachten Pferchen untergebracht. Die Bandbreite reichte von einem weißen Tolfa-Bullen bis hin zu schwarz-weiß gestreiften Hühnern der aus England stammenden Rasse «Plymouth Rock». Tierärzte boten kostenlose Untersuchungen für Katzen und Hunde an.
Der Brauch der Tiersegnung ist in Italien traditionell mit dem Gedenktag des heiligen Antonius am 17. Januar verbunden. Der Heilige, der Überlieferung nach um 250 in Ägypten geboren und 356 in einer Einsiedelei in der Wüste gestorben, wurde in der christlichen Kunst oft mit einem Schwein an seiner Seite dargestellt. Es steht für die Versuchungen des Asketen durch den Teufel. So wurde er zum Patron der Haustiere und Tierzüchter. Antonius gilt zudem als einer der Gründerväter des Mönchtums.
kathTube: Film über die heutige Tiersegnung
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