
16. Jänner 2012 in Deutschland
Um Zeuge für seinen Glauben zu sein, müsse man jedoch nicht Kardinal werden
Berlin (kath.net/KNA) Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki sieht in seiner Erhebung zum Kardinal nicht nur eine persönliche Ehrung. Es sei auch eine Auszeichnung für die deutsche Hauptstadt und ihre Bürger sowie für die Katholiken, die in der DDR unter religionsfeindlichen Umständen ihren Glauben bekannt hätten, sagte Woelki am Samstag im RBB-Radio. Zudem sei Berlin neben Köln und München das dritte deutsche Erzbistum, das traditionell mit der Kardinalswürde verbunden sei.
Für die Talare ihrer Kardinäle habe die katholische Kirche die Farbe Rot «nicht aus modischen Überlegungen ausgewählt», betonte Woelki zugleich. Sie stehe für das Blut der Märtyrer, die für ihren Glauben gestorben seien. Um Zeuge für seinen Glauben zu sein, müsse man jedoch nicht Kardinal werden. «Dazu ist jede und jeder aufgerufen.» Woelki gehört zu den 22 Geistlichen, denen Papst Benedikt XVI. am 18. Februar in Rom die Kardinalswürde verleiht. An diesem Samstag macht er seinen Antrittsbesuch als Berliner Erzbischof bei Papst Benedikt XVI. im Vatikan.
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