
6. Jänner 2012 in Deutschland
Erzbischof Woelki zur Kardinalsernennung: Es ist kein Zufall, dass Kardinäle rot tragen, es soll mir eine stete Mahnung sein.
Berlin (kath.net)
Für den Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki ist die Ernennung zum Kardinal durch Papst Benedikt XVI. Ehre und Ermutigung zugleich.
In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung teilt Woelki in einer ersten Reaktion folgendes mit: Dass der Heilige Vater mich in das Kardinalskollegium berufen hat, ist für mich, aber auch für das Erzbistum Berlin und die katholische Kirche in Deutschland eine große Ehre. Damit würdigt Papst Benedikt nur wenige Monate nach seinem Besuch im Erzbistum Berlin auch die Bedeutung von Berlin als der deutschen Hauptstadt und Sitz der Bundesregierung. Ich nehme es auch als Ermutigung für alle Katholiken, die in der Diaspora leben. Ich muss gestehen, dass ich die Ernennung so kurz nach den ereignisreichen ersten Monaten in Berlin nicht erwartet hatte.
Es ist kein Zufall, dass Kardinäle rot tragen, es soll mir eine stete Mahnung sein. Die rote Farbe erinnert an das Blut der Märtyrer, an die, die als Zeugen für ihren Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Christus gestorben sind. Nos sumus testes, habe ich mir zum Wappenspruch gewählt, daran wird mich künftig auch das Kardinalsrot erinnern.
In diesem Jahr erinnert sich die Kirche an die Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren durch Papst Johannes XXIII.. Das Konzil hat Christus als das Licht der Völker und die Kirche in Christus gleichsam als Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit (LG1) bezeichnet. Ich verstehe die Ernennung zum Kardinal für mich persönlich und das mir anvertraute Erzbistum als Herausforderung, genau dies wieder und immer wieder zu bezeugen.
kathTube: KATH.NET-Interview mit Erzbischof Woelki beim Papstbesuch in Berlin
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