
28. Dezember 2011 in Deutschland
'Das ist allerdings etwas völlig anderes als die Neigung katholischer Laiengremien, sich immer wieder in lehramtliche Fragen einzumischen', sagt der Bischof von Fulda und fordert mehr politisches Engagement der Laiengremien für den Lebensschutz
Fulda (kath.net) Ein stärkeres politisches Engagement katholischer Laiengremien für den Lebensschutz wünscht sich der Bischof von Fulda, Heinz Josef Algermissen, im Tagespost-Interview zum Fest der Unschuldigen Kinder. Politischer Einsatz im Sinne des Evangeliums sei das eigentliche Charisma der katholischen Laien gemäß dem Zweiten Vatikanum, und nicht, sich immer wieder in lehramtliche Fragen einzumischen.
Abtreibung sei ein zum Himmel schreiendes Unrecht, an das sich die Gesellschaft aber bereits gewöhnt habe. Bei einem Gebetstreffen bei der Pestsäule in Fulda demonstrieren wir gegen eine Pest unserer Zeit. Neben den zahlreichen Kriegen halte ich den zerstörenden Umgang mit dem vorgeburtlichen menschlichen Leben für eine Seuche.
Auf die Frage, ob sich Christen in Lebensschutzfragen stärker politisch engagieren sollten, sagte der Bischof wörtlich: Wir haben viele Gremien und Räte, deren Aufgabe es wäre, sich deutlich wahrnehmbar in der Öffentlichkeit einzumischen und auch in die Politik und in die Parteien hineinzuwirken. Das ist deren eigentliche Berufung, ihr Charisma.
Das Zweite Vatikanum spricht vom Weltdienst der Laien. Das heißt: In der Welt Zeugnis geben für das Evangelium. Das ist allerdings etwas völlig anderes als die Neigung katholischer Laiengremien, sich immer wieder in lehramtliche Fragen einzumischen.
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