Warum Atheisten ihre Kinder zum Gottesdienst bringen

8. Dezember 2011 in Familie


US-Wissenschaftler: Sie sollen sich selbst informieren und entscheiden


Hoboken (kath.net/idea) Obwohl sie selbst nicht an Gott glauben, gehen atheistische Wissenschaftler in den USA mit ihren Kindern gelegentlich zur Kirche. Sie tun das entweder ihrem Partner zuliebe oder wegen der sozialen Kontakte oder weil sie möchten, dass ihr Nachwuchs eine informierte Entscheidung für oder gegen den Glauben trifft. Das geht aus einer Untersuchung der Soziologieprofessorin Elaine Howard Ecklund von der Rice-Universität in Houston (Bundesstaat Texas) hervor. Die Ergebnisse wurden jetzt im Journal for the Scientific Study of Religion (Journal für das wissenschaftliche Studium der Religion) in Hoboken (Bundesstaat New Jersey) veröffentlicht.

17 Prozent der 275 befragten atheistischen Universitätswissenschaftler gaben an, dass sie mehrmals im Jahr mit ihren Kindern Gottesdienste besuchen. Ecklund ist von dem Ergebnis überrascht. Sie habe angenommen, dass Atheisten ihre Kinder wohl kaum religiösen Einflüssen aussetzen wollten. Doch bei Akademikern sei das Gegenteil der Fall: Viele wollten, dass ihre Kinder auch in weltanschaulichen Fragen ein gut begründetes Urteil fällen könnten. Von den 318 Millionen US-Amerikanern sind 77,6 Prozent Christen und 16,5 Prozent nicht-religiös. Der Rest gehört anderen Religionen an.


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