
28. November 2011 in Chronik
Polens katholische Bischöfe kritisieren eine von der rechtskonservativen Opposition angekündigte Gesetzesinitiative zur Wiedereinführung der Todesstrafe
Warschau (kath.net/KNA) Polens katholische Bischöfe kritisieren eine von der rechtskonservativen Opposition angekündigte Gesetzesinitiative zur
Wiedereinführung der Todesstrafe. Das Vorhaben widerspreche der Kirchenlehre, sagte der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Jozef Michalik, am Montag. Zuvor hatte bereits der Warschauer Kardinal Kazimierz Nycz betont, moderne Gesellschaften verfügten über andere Möglichkeiten, um sich vor besonders gefährlichen Verbrechern zu schützen. Dazu zähle die lebenslange Haft.
Der Vorsitzende der rechtskonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, hatte am Freitag angekündigt, einen Gesetzentwurf für die Todesstrafe ins Parlament einzubringen. Diese Strafe solle für besonders abscheuliche Morde verhängt werden. Zugleich hatte er behauptet, die Kirche heiße die Todesstrafe in einigen noch gültigen Dokumenten gut. Zuvor habe die Kirche Hinrichtungen jahrhundertelang akzeptiert und geduldet, so der ehemalige Regierungschef.
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