
7. November 2011 in Chronik
Papst Pius XII. hat während der deutschen Besatzung Roms den Vatikan inkognito verlassen, das jüdische Ghetto besucht und verfolgte Menschen erfolgreich in Sicherheit gebracht, behauptet der New Yorker Jude Gary Krupp.
Rom (kath.net/CN) Hatte Papst Pius XII. während der deutschen Besatzung Roms den Vatikan inkognito verlassen, das jüdische Ghetto besucht und verfolgte Menschen dort erfolgreich herausgeholt und in Sicherheit gebracht? Dies jedenfalls legen Nachforschungen nahe, die Gary Krupp, ein Jude aus New York, jetzt veröffentlichte.
Krupp war auf einen Brief gestoßen, in welchem eine inzwischen in Norditalien lebende Frau beschrieb: sie war mit ihrer Mutter, ihrem Onkel und einigen wenigen anderen Verwandten 1947 bei Pius XII. in der Audienz. Neben Papst Pius XII. war der Substitut im Staatssekretariat, Giovanni Montini, der spätere Papst Paul VI, so berichtete Krupp über den Inhalt des Briefs.
Ihr Onkel blickt sofort auf den Papst und sagt: Sie waren als Franziskaner angezogen, und dann schaut er auf Montini, der neben ihm stand, und Sie als normaler Priester. Sie haben mich aus dem Ghetto herausgeholt und in den Vatikan mitgenommen. Montini sagte: Still. Wiederholen Sie diese Geschichte nie wieder.
Krupp hatte gemeinsam mit seiner Frau Meredith im Jahr 2002 die Pave the Way Foundation gegründet, welche es sich zum Ziel gesetzt hat, nichttheologische Hindernisse zwischen Religionen auszuräumen. 2006 wurde er sowohl von jüdischen wie auch von katholischen Verantwortlichen darum gebeten, die Rolle von Pius XII. während des Zweiten Weltkriegs näher zu beleuchten.
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