
23. Oktober 2011 in Österreich
Grazer Diözesanbischof reagiert auf irreführende Medienberichte über seine Ansprache bei der steirischen Pfarrerwoche.
Graz (www.kath.net/ KAP)
Der Zölibatsbruch eines Priesters kann nicht durch eine Geldspende abgegolten werden. Das betonte Bischof Egon Kapellari am Samstag gegenüber "Kathpress", der damit auf irreführende Medienberichte reagierte, die sich auf eine Ansprache des Grazer Diözesanbischofs bei der diesjährigen steirischen Pfarrerwoche im September auf Seggauberg bezogen. Dabei hatte der Bischof erneut die Bedeutung der Zölibatsverpflichtung für das priesterliche Leben bestärkt und betont, dass der Zölibat "eine tiefe Einwurzelung in die drei evangelischen Räte zu Armut, Keuschheit und Gehorsam braucht, um glaubhaft gelebt zu werden."
Der Bischof unterstrich im Gespräch mit "Kathpress", dass man sich in der Diözese nicht mit Zölibatsproblemen abfindet sondern sich bemühe, "aus festgefahrenen Situationen herauszuführen." Vor diesem Hintergrund habe er in der Ansprache vor den steirischen Priestern gesagt, "dass eine materielle Hilfe an arme Menschen, großzügig bis es weht tut, einem Priester helfen kann, einen Weg zu beginnen, der ihn aus einer irregulären Zölibatssituation herausführen kann."
Mit Blick auf Medienberichte über diese Rede, stellte Bischof Kapellari fest: "Keinesfalls kann man aus dem Text herauslesen, dass durch eine Geldspende an arme Menschen ein Zölibatsbruch abgegolten werden kann." Eine "solch abstruse Vermutung" werde durch einen Blick auf den ganzen Text der Ansprache widerlegt, der auf der Internetseite der Diözese Graz-Seckau veröffentlicht ist.
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