Unser Leib ein Tempel Gottes

15. August 2002 in Österreich


Aus der Predigt von Erzbischof Dr. Georg Eder am Marienfeiertag im Salzburger Dom


Salzburg (kath.net/edp)
"Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und derGeist Gottes in euch wohnt? . . . Der Tempel Gottes ist heilig, und der seidihr" (1 Kor 3,16.17). Dieses Wort aus dem ersten Brief des Apostels Paulusan die Korinther stellte Erzbischof Dr. Georg Eder in den Mittelpunkt seinerPredigt am Festtag Maria Himmelfahrt im Salzburger Dom. An diesem Tag feiertdie katholische Kirche, dass die Gottesmutter Maria am Ende ihres Lebens mitLeib und Seele in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen wurde.

Den Leib habe Gott zwar aus Erde geformt, aber nach seinem Ebenbild; undGott habe ihn sich zum Tempel erwählt, um darin zu wohnen. Der Leib sei alsodas Haus für die Seele, für Gott. Wer aber diesen Tempel mit Götzenbildernvollhänge, der vertreibe Gott regelrecht aus seinem eigenen Haus. Dann abersei der Leib nicht mehr Tempel, sondern nur noch Fleisch, stellte derErzbischof fest. Fleisch, mit dem man im Zeitalter der Biotechnik glaubemachen zu können, was man will. "Man kann züchten, was man will , und dasmissratene oder unpassende Stück zerstören, denn es ist nur Fleisch³. DieAbtreibung sei dann nur eine Konsequenz, ebenso, dass man sich in Alter oderKrankheit seines Leibes entledigen kann. "Es ist nur Fleisch", so ErzbischofEder.

Dagegen habe die Kirche im Leib immer den Tempel Gottes gesehen. Das zeigenicht zuletzt jedes Begräbnis, bei dem selbst der unbeseelte Leiberfurchtsvoll wieder der Erde übergeben werde mit den Worten des Priesters:"Dein Leib war Tempel Gottes". "Die Gottesmutter Maria soll uns dabeiVorbild sein", sagte Erzbischof Dr. Georg Eder.


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