
28. April 2011 in Spirituelles
Ein Kommentar zum Sonntagsevangelium von P. Dr. Bernhard Sirch
Illschwang (kath.net)
Dieser 2. Ostersonntag ist ganz geprägt von der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. Der 1. Mai ist gleichzeitig der Barmherzigkeitssonntag, den Papst Johannes Paul II. eingeführt hat. Es ist wohl Vorsehung, dass Papst Johannes Paul II. am Vorabend des Festes der Barmherzigkeit Gottes, den 2. April 2005 um 21.37 Uhr sein Leben Gott zurückgegeben hat. Um 20.00 Uhr hat noch sein Sekretär die hl. Messe mit dem Meßformular vom Barmherzigkeitssonntag - das Fest beginnt ja bereits am Vorabend - gelesen. Dies war ein Herzensanliegen von Papst Johannes Paul II. und ist wohl das Vermächtnis des Papstes in der Hoffnung, dass dieses Vermächtnis bekannt gemacht wird, dass die Menschen die Barmherzigkeit Gottes anrufen, wie es auch der Papst tat.
Am Barmherzigkeitssonntag, den 30. April 2000 hat Papst Johannes Paul II. Sr. Faustina Kowalska heilig gesprochen und den Sonntag nach Ostern, den Weißen Sonntag der besonderen Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit ge-widmet.
Die Aussage Jesu zu Schwester Faustina: Die größten Sünder haben ein ganz besonderes Anrecht auf Meine Barmherzigkeit ist gleichsam ein Vermächtnis des Papstes Johannes Paul II.
Vielleicht kennen sie das Bild mit der Unterschrift: "Jesus, ich vertraue auf Dich" (siehe meine Homepage: www.pater-bernhard.de). Jesus sagte zu Schwester Faustina: «Ich verspreche, dass die Seele, die dieses Bild verehrt, nicht verloren geht. Die Häuser, ja sogar die Städte, wo dieses Bild verehrt wird, werde Ich verschonen und beschützen.» Allen, die dieses Bild verehren, hat Jesus sehr viele Gnaden verheißen. Ich darf sie darauf hinweisen, dass Archimandrit Dr. Andreas-A. Thiermeyer eine neue Ikone des Barmherzigen Jesus malen ließ (vgl. meine Homepage).
Sr. Faustina lebte in den Jahren 1905-1938. Im Kloster von Krakau erhielt sie von Jesus persönlich den Auftrag, der ganzen Menschheit Seine grenzenlose Barmherzigkeit zu offenbaren. Jesus zeigte sich ihr als liebevoller Herr, aus Seinem Herzen fluteten zwei Strahlenbündel, das eine in blasser und das andere in roter Farbe. Auf die Anweisung Jesu musste Sr. Faustina ein Bild mit den Strahlen aus Seinem heiligsten Herzen, wie sie Ihn sah, malen lassen mit der Inschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich.
Auf die Frage von Sr. Faustina, was diese Strahlen bedeuten, erklärte ihr Jesus folgendes: "Die zwei Strahlen bedeuten Blut und Wasser. Der blasse Strahl be-deutet Wasser, das die Seelen rechtfertigt (reinigt), der rote Strahl bedeutet Blut, welches das Leben der Seele ist. Diese zwei Strahlen drangen aus den Tiefen Meiner Barmherzigkeit, damals, als Mein sterbendes Herz am Kreuz mit der Lanze geöffnet wurde. Diese Strahlen schützen die Seelen vor dem Zorn Meines Vaters. Glücklich, wer in ihrem Schatten leben wird, denn der gerechte Arm Gottes wird ihn nicht erreichen. Ich wünsche, dass der erste Sonntag nach Ostern zum Fest der Barmherzigkeit. O wie sehr Mich das Misstrauen einer Seele verletzt. Eine solche Seele bekennt, dass Ich heilig und gerecht bin, doch glaubt sie nicht, dass Ich die Barmherzigkeit bin, sie glaubt Meiner Güte nicht. Verkünde, dass Barmherzigkeit die größte Eigenschaft Gottes ist. Alle Werke meiner Hände sind durch Barmherzigkeit gekrönt".
Jesu offenbarte der polnischen Schwester Faustina Kowalska (1905-1938) aus der Kongregation der Schwestern von der «Mutter der Barmherzigkeit»: "Künde der Welt Meine große, unergründliche Barmherzigkeit. Bereite die Welt vor auf Meine zweite Ankunft. Bevor Ich als Richter komme, öffne Ich noch ganz weit die Tore Meiner Barmherzigkeit.
Ich will, dass die Sünder zu mir kommen ohne jede Furcht. Die größten Sünder haben ein ganz besonderes Anrecht auf Meine Barmherzigkeit. Ich freue Mich, wenn sie ihre Zuflucht nehmen zu Meiner Barmherzigkeit. Ich überhäufe sie mit Liebe, weit über ihre Erwartungen... Ihretwegen bin Ich auf diese Erde gekommen; ihretwegen habe Ich Mein Blut vergossen. Ich kann den nicht strafen, der sich Meiner Barmherzigkeit anvertraut. - Keine Sünde, und wäre sie ein Abgrund von Bosheit, wird Meine Barmherzigkeit ausschöpfen können; denn je mehr man schöpft, umso reichlicher fließt sie. Wären seine Frevel schwarz wie die Nacht, so wird doch der Sünder, der zu Meiner Barmherzigkeit flüchtet, Mich verherrlichen und Mein Leiden ehren. In der Stunde seines Todes werde Ich selbst ihn verteidigen wie Meine Ehre. Sündennachlass erhalten wir in der hl. Beichte.
Der größte Sünder entwaffnet Meinen Zorn wenn er nach Meinem Mitleid ruft. Ich werde ihm gerecht durch Meine unergründliche, unendliche Barmherzigkeit. Ich freue Mich, wenn man viel von Mir verlangt; denn es drängt Mich, viel zu geben, immer mehr und mehr. Engherzige, die wenig verlangen, machen Mich traurig".
Ich denke wir alle brauchen die Barmherzigkeit Gottes. So kann ich sie nur bitten, vertrauen sie ihr Leben der Barmherzigkeit Gottes an und beten sie mit der Kirche (vgl. heutiges Tagesgebet): "Gott, dein Erbarmen ist ohne Zahl und unermesslich ist der Schatz deiner Güte. Mehre gnädig den Glauben des Volkes, das dir geweiht ist, damit alle in rechter Weise begreifen, mit welch großer Liebe sie erschaffen sind, durch welch kostbares Blut sie erlöst sind und in welch mächtigem Geist sie wiedergeboren sind. Darum bitten wir durch Jesus Christus". Gleichzeitig werden wir von der Kirche angehalten, selber auch barmherzig zu sein, wie wir im Schlußgebet beten: "Gewähre uns, barmherziger Gott, daß wir, genährt vom Leib und Blut deines Sohnes, in Treue aus den Quellen des Erbarmens schöpfen und uns selber stets noch barmherziger an unseren Brüdern und Schwestern erweisen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn".
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