
15. März 2011 in Aktuelles
Frühling in St. Ottilien: Alle Vögel sind noch nicht da, aber der Storch ist zurück und der Turmfalke nistet bereits
Sankt Ottilien (kath.net/pm) Seit Freitagmittag ist er wieder im Lande: Der Storch kreist über St. Ottilien. In diesem Jahr ist er rund 14 Tage früher aus seinem Winterquartier zurückgekehrt als im vergangenen Jahr. Derzeit inspiziert der Hahn den Korb noch alleine, denn seine Gefährtin wurde bisher nicht gesichtet. Sie lässt sich wahrscheinlich bei der Heimreise ein wenig mehr Zeit als Meister Adebar.
Sollte Madame tatsächlich noch wohlbehalten in St. Ottilien eintreffen und es erneut zur Brut kommen, so wäre diese nach 2009 und 2010 der dritte Versuch eines Storchenpaares, am Rande des Emminger Moos Junge groß zu ziehen. Bisher hatte immer das Wetter einen Bruterfolg verhindert - allen Bemühungen der Altvögel zum Trotz.
Obwohl die Erzabtei St. Ottilien mit ihren weiten Wiesen und Äckern ein ideales Storchenrevier ist, es gibt genug Futter Mäuse, Frösche, Insekten, Engerlinge und Würmer - für alle, sind die in der Vergangenheit geschlüpften Jungvögel ertrunken oder erfroren. Die frühe Ankunft des Storches lässt die Hoffnung aufkeimen, dass die Vögel in diesem Jahr mit dem Brutgeschäft zeitiger beginnen und die Jungvögel dann bei einem erneuten Kälteeinbruch groß genug sind, um diese starken Temperaturschwankungen unbeschadet zu überstehen.
Neben dem Storch ist auch der Turmfalke in St. Ottilien erneut eifrig mit der Vorbereitung der Jungenaufzucht beschäftigt: Der Nistkasten im Turm der Abteikirche wurde bezogen und ist seither Schauplatz heftiger Verteidigungskämpfe gegen die ebenfalls anwesenden Dohlen, die den Kasten gerne selbst besetzten würden.
Foto: ©Martin Wind/ Pressestelle St. Ottilien
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