
15. März 2011 in Deutschland
Zentralrats-Präsident Graumann: Jude wird als Schimpfwort gebraucht
Berlin (kath.net/idea) Vor Antisemitismus unter Muslimen in Deutschland hat der Präsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann (Frankfurt am Main), gewarnt. Der Antisemitismus in den muslimischen Communitys ist oft zu stark ausgeprägt, besonders unter männlichen Jugendlichen, sagte er in einem Interview mit der Wochenzeitung Bild am Sonntag (Berlin).
Auf Sportplätzen und Schulhöfen höre man Jude viel zu oft als Schimpfwort. Die Verantwortlichen der muslimischen Gemeinschaften müssten viel mehr dagegen tun, forderte Graumann. Zugleich vertrat er die Ansicht, dass der Islam heute ein wichtiger Teil von Deutschland sei. Zwischen den Religionen gebe es aber noch zu viel Gegeneinander. Daraus müsse man zumindest ein Nebeneinander machen, am besten aber ein herzliches Miteinander. Zum Zentralrat der Juden in Deutschland gehören 108 Gemeinden mit rund 105.000 Mitgliedern.
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