Nur 5000 Euro für Missbrauchsopfer - Opfer sauer auf Jesuiten

27. Jänner 2011 in Deutschland


Deutsche Jesuiten wollen nur 1 Million an 200 Missbrauchsopfer zahlen - Opfer-Sprecher: "Sie heilen nicht, sondern machen wütend, weil sie den Folgen der Taten nicht adäquat sind"


Berlin (kath.net)
Deutsche Opferverbände sind sauer über das 5000-Euro-Angebot der Jesuiten an Missbrauchsopfer. Die Entschädigung wird als zu niedrig abgelehnt, Matthias Katsch, der Sprecher des sogenannten Eckigen Tisches, hat am Donnerstag in Berlin, dazu gemeint, dass dieser Betrag unangemessen sei. Wörtlich sagte er: "Sie heilen nicht, sondern machen wütend, weil sie den Folgen der Taten nicht adäquat sind." Insgesamt möchten die Jesuiten an 200 Opfer 1 Million Euro verteilen. Für Katsch stelle das "nicht einmal im Ansatz" einer kompensatorische Leistung dar. Jesuiten-Provinzial Stefan Kiechle hat vor wenigen Tagen in einem Schreiben an Betroffene diese Summe angekündigt und auch eingestanden, dass eine solche Summe "niemals das angetane Leid" entschädigen könne.


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