Heiner Geißler beschimpft Zölibat als 'menschenverachtende Konzeption'

9. Februar 2010 in Deutschland


Der umstrittene CDU-Politiker beschimpft wieder einmal die katholische Kirche - Besonders ein Dorn im Auge ist Geißler der Zölibat, der CDU-Politiker war früher Novize bei den Jesuiten und wollte Priester werden


Berlin (kath.net)
Der umstrittene CDU-Politiker Heiner Geißler hat am Dienstag gegenüber dem WDR wieder einmal mit Kirche verbal abgerechnet und behauptet, dass die Kirche mit ihrer "Erziehung zu einer
verklemmten Sexualität" viel Schuld an den jetzt bekanntgewordenen Missbrauchsfällen in den Jesuitenschulen habe. Geißler war früher einmal Novize im Jesuitenorden, allerdings hat den Priesterwunsch unter anderem wegen des Zölibats aufgegeben.

Der CDU-Politiker meint gegenüber dem Fernsehsender wörtlich: "Ich habe so etwas nie erlebt und von so etwas auch nie gehört, ich würde sagen, das, was da aufgedeckt wurde, ist atypisch für den Jesuitenorden. Das Neue ist, und das ist etwas Positives, dass die Führung der Jesuiten in die Öffentlichkeit gegangen ist, das muss ein Vorbild sein für die Katholische Kirche, die immer eine Vertuschungspolitik betrieben hat." Dann wettert Geißler wieder einmal gegen den Zölibat und fordert die Abschaffung. Auf Dauer sei die seiner Meinung nach "menschenverachtende Konzeption" nicht durchzuhalten.

Klaus Berger: Der Zölibat



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