Erzbischof von New York: Keine Knabenschänderei durch Priester mehr

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Brief an die Gläubigen vor Abreise nach Rom


New York (kath.net/Zenit.org)
Vor seiner Abreise nach Rom anlässlich der Kardinalsversammlung aufgrund der Missbräuche von Priestern in den USA hat der Erzbischof von New York, Edward Kardinal Egan, eine Botschaft an seiner Gläubigen verlesen lassen, in der er versichert, dass solcherlei Missbräuche in seiner Diözese nicht mehr vorkommen werden.

An der Kardinalsversammlung am 23. und 24. April im Vatikan werden außer den amerikanischen Kardinälen auch die Präfekten der Klerus- (Dario Kardinal Castrillón Hoyos) , der Bischofs- (Giovanni Battista Kardinal Re) und der Glaubenskongregation (Joseph Kardinal Ratzinger) teilnehmen.

"Der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ist ein abscheuliches Verbrechen, und es muss stets unser absolutes Hauptanliegen sein, uns um sie zu kümmern und sie zu beschützen".

"Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, um im Rahmen des menschlich Möglichen zu versichern, dass solche Missbräuche von Seiten der Kleriker nicht wieder vorkommen. Sie können sich auch mich und die übrigen Hirten der Kirche verlassen".

Er habe auch in den 15 Jahren als Bischof von Bridgeport und später in New York immer in diesem Sinne gehandelt und den Rat der besten medizinischen und wissenschaftlichen Experten befolgt.

"Natürlich müssen wir das Problem heute viel weitfassender begreifen. Rückblickend sehen wir, dass Fehler gemacht wurden, indem man solche Priester allzu schnell versetzt hat. Auch bei der Behandlung der Opfer sind Fehler unterlaufen, und dafür bitte ich wirklich um Vergebung".

"Die Politik unserer Erzdiözese spiegelt ein ganz neues und großes Verständnis für dieses Problem wider. Hauptziel ist, den Missbrauch von vornherein zu verhindern und unmittelbar zu handeln, wenn Missbrauch angezeigt wird. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir mit den Behörden zusammen, um unseren Kindern so Sicherheit zu garantieren".

"Ich bitte alle, mit mir für jene Kinder zu beten, die zum Opfer geworden sind, sowie für ihre Familien und alle, die unter den abscheulichen Taten einiger weniger Priester direkt oder indirekt zu leiden hatten".

Er bat seine Gläubigen schließlich, "deswegen nicht die Güte und Hingabe der übergroßen Mehrzahl unserer Priester" außer Acht zu lassen.


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