
22. Juli 2009 in Aktuelles
Die vom "Pizza-Millionär" Tom Managhan gegründeten Ave Maria Universität wirft den bekannten P. Josef Fessio von der Universität
USA (kath.net)
P. Josef Fessio, einer der prominentesten Jesuiten der USA und Gründer der weltbekannten "Ignatius Press", ist von seinem Posten als Theologieprofessor und Kaplan am Ave Maria Institut suspendiert worden. Der Rauswurf wurde vorgenommen, nachdem P. Fessio privat seine Sorgen rund um einige administrative Entscheidungen des Campus geäußert hatte. Dies ist bereits der zweite Bruch von P. Fessio mit der von "Pizza-Millionär" Tom Managhan gegründeten Universität. Bereits 2007 wurde P. Fessio von seinem Posten enthoben, nach Protesten von Studenten, die ihn sehr schätzen, aber wieder eingesetzt.
Father Fessio hat bereits vor einigen Jahren auch Schwierigkeiten mit der eigenen Ordensleitung gehabt. Damals wurde der Mitbegründer der "Ignatius Press" und Mitbegründer des "Campion College" in San Francisco plötzlich von seinem einflussreichen Posten abgesetzt und wurde als Kaplan in ein 40-Betten-Spital in Los Angeles "strafversetzt". Gleichzeitig wurde es ihm von seinem Orden verboten, sich im "Campion College" zu engagieren. Das Institut, das auch die Unterstützung des Wiener Kardinals Christoph Schönborn genießt, wurde gegründet, weil es Streitigkeiten am von Fessio mitbegründeten "Ignatius Institute" an der Universität von San Francisco gegegeben hatte. Dieses Institut wurde bei einer Neuorganisation von zahlreichen katholischen Elementen "bereinigt", was auch der Anlass für die Gründung des "Campion College" war.
In einem Brief der katholischen Persönlichkeiten, der an den Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, sowie drei weitere Kardinäle und den Jesuiten-Oberen gerichtet war, wurde festgehalten, dass einerseits Menschen wie P. Fessio mundtot gemacht würden, andererseits aber gleichzeitig Mitglieder des Jesuitenordens, die in Glaubensfragen mit der Lehre der Kirche im Widerspruch stünden, von der Ordensleitung toleriert würden. "Der Umgang mit P. Fessio bringt Schande auf die Gesellschaft Jesu", so die Unterzeichner damals.
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