
9. März 2008 in Spirituelles
Nach 5.800 Kilometern Pilgerweg erreicht ein Ehepaar aus Paris Jerusalem - Die Flitterwochen zu Fuß und ohne Geld von Paris ins Heilige Land - Eine ungewöhnliche Geschichte.
Rom (www.kath.net/Zenit.org)
Nach 5800 Kilometern Pilgerweg, der am 17. Juni in Paris begann, ist das Ehepaar Edouard und Mathilde Cortès am 3. Februar müde aber bei bester Gesundheit und überglücklich an ihrem Ziel in Jerusalem angekommen. Zu Fuß und ohne Geld war der Geist ihrer Reise die vollkommene Übergabe an die Vorsehung.
Nach ihre Hochzeit am 9. Juni 2007 haben sie entschieden, als Flitterwochen zu einer Pilgerfahrt nach Jerusalem aufzubrechen. Als Bettler um Gastfreundschaft und Nahrung wollten sie symbolisch ihre Millionen von Schritten für den Frieden im Nahen Osten und die Einheit der Christen anbieten. Wir hörten erst auf zu wandern, als wir am Heiligen Grab schließlich alle von uns während dieser Monate mitgetragenen Anliegen dargebracht hatten, erklärte Mathilde Cortez ZENIT per Telefon.
Nachdem sie einige große Ängste durchstehen mussten, weil sich die israelischen Behörden geweigert hatten, ihnen zwei Mal die Einreise in das Gebiet Israels zu erlauben, konnten sie endlich ausrufen: Wie im Psalm geschrieben steht: unsere Pilgerreise endet in deinen Toren, Jerusalem. ( ...) Tiefe und innere Freude überkam uns als wir am 3. Februar am Nachmittag die Heilige Stadt in der Sonne vor uns liegen sahen.
Dieser Pilgerweg wurde für sie zum Weg der Freude und des Entzückens, zum Weg des Leidens und auch manchmal zum Weg der Hilflosigkeit, und zum Weg eines Paares. Die Durchquerung von Syrien war eines der schwierigsten Unternehmungen, denn wir wurden verfolgt und überwacht, erzählt Mathilde Cortes und sie gab zu, dass sie unter diesen Umständen, vielleicht den härtesten der ganzen Reise, den Wunsch verspürt haben, sich ein Auto zu nehmen, um das Land zu verlassen.
Aber im Allgemeinen haben wir nie beide zur gleichen Zeit die Versuchung gehabt aufzugeben, betonte sie, und wer verzweifelte konnte sich auf die Stärke des anderen verlassen.
Das Schwierigste war nicht, Hunger zu haben, auch wenn wir jetzt wissen, was es bedeutet, Hunger zu haben, sondern nicht aufgenommen zu werden, abgelehnt zu werden, kommentiert sie. Überall hätten sie auch in der Kirche manchmal Großzügigkeit und große Gastfreundschaft erlebt, aber zuweilen auch verschlossene Herzen.
Mit Betonung auf die traditionelle orientalische Gastfreundschaft erklärte sie: In der Türkei haben wir uns nicht um unsere Nahrung sorgen müssen, denn die Menschen gaben uns spontan zu essen. Das Ehepaar hatte seine Reise im Juni letzten Jahres begonnen.
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