Der Unterschied zwischen einem Hofrat und einem wirklichen Hofrat

1. Juli 2006 in Aktuelles


Papstbruder Georg Ratzinger besuchte am Freitag am Abend die Papstausstellung in Regensburg und erzählte über seine Österreichverbundenheit und seine Ferienpläne - Auch über die abgesagte Priesterweihe in Linz wusste er Bescheid - Von Christoph Hurna


Regensburg (www.kath.net, ch)
Sichtllich gut gelaunt zeigte sich Prälat Georg Ratzinger, der Bruder von Papst Benedikt XVI., beim Besuch der Ausstellung "Fotoblicke" am Freitag im Regensburger Diözesanmuseum. Bis zum 30. Juli stellen dort der Regensburger Journalist und Fotograf Horst Hanske und der Oberösterreicher Christoph Hurnaus Bilder zweier Päpste aus. Horst Hanske zeigte dem Papstbruder seine schwarz/weiß Aufnahmen aus der Regensburger Zeit des Professors Joseph Ratzinger. Auf vielen dieser Bilder ist der heutige Papst mit seinem Bruder Georg und seiner Schwester Maria zu sehen. Bei Prälat Georg Ratzinger wurden dabei Erinnerungen an diese gemeinsame schöne Zeit geweckt. Anschließend besuchte der Papstbruder die beiden anderen Räume, in denen Bilder des Papstfotografen Christoph Hurnaus zu sehen sind. Beginnend mit der Wahl Papst Benedikts über den Weltjugendtag in Köln, bis zu dessen letzten Auslandsreise nach Polen, zeigen die Bilder die wichtigsten Stationen des ersten Jahres seines Pontifikates. Georg Ratzinger kommentierte die Bilder auf seine gewohnt humorvolle Art: "Nach dem Weltjugendtag in Köln war mein Bruder schon sehr müde."

Georg Ratzinger erzählte auch über seine vielen Besuche in Österreich, wo er gemeinsam mit seinem Bruder Joseph immer wieder seine Sommerurlaube verbrachte. Mit Linz verbinden ihn viele schöne Erinnerungen, zumal er mit dem oberösterreichischen Kirchenmusiker Hermann Kronsteiner eng befreundet war. Er spielte auch auf die abgesagte Priesterweihe eines Linzer Seminaristen an. Auf die Frage, wie er denn so gut informiert sei, antwortete er: "Das habe ich diese Woche in der Tagespost gelesen." Besonders lustig findet er die vielen Ehrentitel, die es nur in Österreich gibt. So fragte er die kleine Runde der anwesenden Journalisten, was der Unterscheid zwischen einem Hofrat und einem wirklichen Hofrat ist. Seine Antwort: "Ein Hofrat arbeitet nicht viel, ein wirklicher Hofrat wirklich nichts". Der Papstbruder mag die österreichische Art zu leben. Auf die Frage, ob es stimme, dass seine Familie väterlicherseits aus der Gemeinde Freinberg bei Schärding stamme, antwortet er: "Ich hab einmal gehört, dass wir aus der Linzer Gegend kommen sollen." Er sagte, dass er in letzter Zeit viele Anrufe von unbekannten Menschen bekomme, die ihm erzählen, dass sie mit ihm verwandt wären. Auf die Frage, ob er sich schon auf den Besuch seines Bruders in Regensburg freue, meinte er, dass er sich im Moment noch mehr auf die gemeinsame Zeit in Castelgandolfo im August freue. Bei seinen Besuchen in Rom und Castelgandolfo erlebe er immmer sehr schöne gemeinsame Zeiten mit seinem Bruder, beispielweise, wenn der Papst ihm aus dem Brevier vorlese. Zum Abschluss seines Ausstellungsbesuches bekam Prälat Georg Ratzinger noch einen Papstkalender von Christoph Hurnaus überreicht. Alle anwesenden Journalisten zeigten sich von der großen Menschlichkeit und der humorvollen und geistreichen Art des Papstbruders begeistert.

KATHPEDIA: Georg Ratzinger

Foto: (c) Christoph Hurnaus


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